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Gelesen: “Gods of Mars” von E. R. Burroughs

Worum geht es?

John Carter kehrt auf den Mars zurück und muss gegen allerlei (Schein)Heilige sowie eine angebliche Göttin antreten. Wilde Gemetzel.

Wie sieht das Buch aus?

Wie eine Datei aus dem Projekt Gutenberg eben aussieht.

Wie ist der Stil?

Ich liebe dieses altertümliche Englisch. Es macht den Großteil des Lesespaßes aus.

Was gefiel nicht so sehr?

Mir hat eigentlich der ganze Roman gut gefallen. Was Burroughs gut gelungen ist, obgleich er seine Marsianer nach Hautfarben einteilt und damit leicht in Rassismus abgleiten könnte, ist die Tatsache, dass er diese Falle geschickt umgeht und Carter einen sehr bunten Haufen Freunde bekommt.

Was gefiel?

Dieser revolvierende Sonnentempel, in den Deja Thoris am Ende muss - schöne Idee, wirklich, ein Klassiker.

Zu empfehlen?

Der Roman hat mir großen Spaß gemacht.

Klotropf?

Okay, noch ein letztes Mal Mongolei. Als SF-Fan bin ich natürlich immer an neuen technologischen Errungenschaften und Innovationen interessiert. Auf der Herrentoilette des Regierungsgebäudes in einer Provinz fand ich an der Wand diesen umgebauten Tropf. Der hing da so. Ich kann die Beschriftung nicht lesen (bin weder kyrillischer Buchstaben noch des Mongolischen mächtig), also bleibt mir nur die Spekulation. Sollte mir die Tatsache zu denken geben, dass es da kein Klopapier gegeben hat? Äh…
klotropf.jpg

Gelesen: “Princess of Mars” von E. R. Burroughs

Worum geht es?

Im ersten John-Carter-Roman wird unser Held auf den Mars verschlagen, kämpft gegen grüne und rote Marsianer, findet eine megascharfe Prinzessin und rettet die Welt.

Wie sieht das Buch aus?

Wie eine Datei aus dem Projekt Gutenberg halt so aussieht.

Wie ist der Stil?

Das altertümliche Englisch ist sehr schön lesbar, das hat mir großen Spaß gemacht.

Was gefiel nicht so?

Für heutiges Lesen ist der Roman an manchen Stellen zu kurz und kursorisch und zu deskriptiv.

Was gefiel?

Alles. Die Chuzpe vor allem, so viel hanebüchenen Unsinn mit so viel Spaß zu schreiben.

Zu empfehlen?

Angesichts der nahenden Verfilmung ist die Lektüre für alle Phantastikfans absolute Pflicht.

Erschienen: Ein Toter soll nicht sterben (Rex Corda # 22)

Frisch auf den Tisch kam jetzt meine neueste Veröffentlichung: Der Roman “Ein Toter soll nicht sterben” aus der Feder von Mara Laue und mir. Es ist schon der zweite Band in der direkten Fortsetzung der Rex-Corda-Serie, nachdem nun die ursprünglichen Heftromane überarbeitet wieder vorliegen. Diese SF-Serie gehört sicher zum Besten, was es an deutschsprachiger Serien-Science-Fiction zu lesen gibt und sei allen nur wärmstens ans Herz gelegt - vor allem jenen, die mal was anderes als Perry Rhodan lesen wollen, aber ihren Helden brauchen… Der Roman ist beim Mohlberg-Verlag erschienen und auch am bequemsten direkt über den Verlagsshop des Verlages zu bestellen.
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Vier Magazine

In den letzten Wochen sind vier Magazine auf meinem Schreibtisch gelandet. Hier ein paar schnelle Kommentare.

In der aktuellen SPACE VIEW findet sich ein Artikel über den Atlantis-Verlag, in dem mein Name dreimal erwähnt wird, und in dem drei Bücher abgebildet werden, an denen ich auf die eine oder andere Art und Weise beteiligt gewesen bin. Das macht mich glücklich. Ich weiß nicht, wie viele der Zielgruppe Mediafans auch mal zu einem serienfremden Buch zu greifen bereit sein werden, aber wenn es dadurch auch nur eine Handvoll Neugierige gibt, bin ich bereits zufrieden. Daumen hoch.

Bereits etwas älter ist die neueste PRANKE, das Magazin für den Freund des Monsterfilms und des phantastischen Trash. Interessant darin - neben extrem eng gesetzten zahllosen Besprechungen und Artikeln - ist ein Interview mit Jörg Buttgereit und eines mit Joe Dante. Ein schönes Poster gibt es auch. Sehr lesenswert.

Neu erschienen ist die vierte und vorerst letzte Ausgabe des literarischen Magazins PANDORA. Es ist schade, dass dieses ambitionierte Projekt sein vorläufiges Ende finden musste. Ich hätte gerne weitere Ausgaben gesehen, auch bei längeren Wartezeiten.

Die aktuelle Ausgabe von “phantastisch!” ist ebenfalls erschienen und enthält die übliche Mischung aus Artikeln und Interviews. Ich durfte mich über ein Interview mit dem Horror-Autor Jack Ketchum freuen, weniger, weil ich die Absicht habe, ihn zu lesen, sondern vielmehr, weil ich jetzt erst einmal begriffen habe, was für einen Schriftsteller Atlantis 2010 publizieren möchte. Nein, ich werde das nicht übersetzen.

Hochtechnologie aus China

Dies ist ein chinesischer Wasserboiler im Badezimmer eines Hotels in einer Provinzhauptstadt in der Mongolei:
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Er macht Wasser heiß, das tat er auch ganz gut. Leider kam unten dann kein Wasser raus, egal, an was man drehte, also musste ich mich mit kaltem Nass waschen. Auch nicht schlimm, das härtet ab. Was mich aber übel irritierte, war die Tatsache, dass das Gerät, als der Erhitzungsvorgang abgeschlossen war, eine quietschende chinesische Melodei spielte - und zwar so lange, bis ich nur noch den Stecker ziehen konnte, damit es endlich aufhörte. Ich finde, Ihr habt diesen akustischen Genuss auch verdient. Machen das in Deutschland verkaufte Geräte auch so?

Dirk in der Gobi: Auf der Suche nach Perry Rhodans Bungalow

Ich bin wieder da. Und wie kann man in einem SF-Blog Reisefotos zeigen, ohne damit allzu sehr off-topic zu werden? Nichts einfacher als das: Da mich ein Teil meiner Reise in die Gobi führte, war es doch eigentlich nur logisch, dass ich mich auf die Suche nach Perrys Bungalow machen würde. Und siehe da: Ich habe ihn gefunden!

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Der Weg ist weit: nur leistungsfähige Bodengleiter schaffen es bis nach Terrania City. Mir kommen zwar erste Zweifel, ob ich mich im richtigen Paralleluniversum befinde, aber ich bleibe guten Mutes.

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Das ist Terrania-City? Meine Zweifel verstärken sich ein wenig, ich hatte es mir etwas größer vorgestellt. Und auf dem Ortseingangsschild stand “Mandalgovi”. Hm.

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Man sagt mir, hier sitze die Regierung des ganzen Bezirks. Ich hatte mir die Büroräume des Ersten Residenten ein wenig beeindruckender vorgestellt. Aber wo ist sein Bungalow?

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Wie die dynamische Hauptstadt eines interstellaren Machtblocks sieht das hier nicht aus. Oder ist das alles nur Tarnung?

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Ich mache mich ernüchtert auf den Rückweg. Was habe ich falsch gemacht?

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Und dann doch noch Glück: Perrys Bungalow! Deutlich erkennbar an der interstellaren Kommunikationseinrichtung!

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Alles ist gut: Mondra Diamond und Perry kochen mir was zu essen. Das finde ich voll nett!

Zwischenmeldung

Ist kalt hier.
Morgen geht’s nach Terrania City. Fotos folgen.

Multiples paralleles Glücklichmachen!

Wie könnt Ihr Euch am Besten darüber hinwegtrösten, dass dieses Blog bis zum 31.1. nicht mehr aktualisiert wird? Indem Ihr mich glücklich macht! Wer mich glücklich macht, macht sich selbst glücklich! Und das geht wunderbar: Einfach meine Bücher kaufen, auch gerne jene, an denen ich irgendwie beteiligt bin. Nicht nur eines! Mehrere! Als Geschenke für all jene, die das brauchen! Dringend! Multiples paralleles Glücklichmachen macht Euch auch nur noch glücklicher! Also, tut Euch was Gutes: Macht mich glücklich!
Bis die Tage…

Ein Tag in Berlin (2)

Der heutige Vormittag war nett, obgleich meine Vorbereitungen unzureichend waren. Sie waren es vor allem deswegen, weil eine von Guido Latz versendete Büchersendung mit je einmal “Weltraumkrieger” sowie Liaden # 4 es nicht geschafft hat, von Dienstag bis Freitag nach Saarbrücken zu gelangen. Bäh. Nachdem ich also heute Morgen in Berlin-Tegel eingeschwebt bin und nachdem ich mein Hotel gefunden hatte, begab ich mich auf meine kleine Expedition. Als ich gegen 10.00 dann bei PR-Starautor und Übersetzergenie Frank Böhmert auftauchte, blieb mir demnach nichts anderes übrig, als ein Gastgeschenk in Form eines kompletten Ikarus-Fanpakets zu überreichen: Bierdeckel, Kugelschreiber, Actionfigur, alles dabei. Erwartungsgemäß war Frank in höchstem Maße beglückt. Das habe ich sogar in ein Foto gehüllt, aber leider hat mein Handy irgendwie versagt und aus den Bildschen ist nichts geworden. Schnüff.

Nachdem mir Frank höchst pikante Details aus der Verlagsszene berichtet hat, über die ich hier nicht weiter sprechen möchte (und ich währenddessen mein drittes Frühstück einnahm), machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum “Otherland”, wo Jakob Schmidt schon auf uns wartete (na gut, eigentlich hat er nicht so richtig auf uns gewartet, aber egal). Während Frank dort ein Exemplar seiner Storysammlung (irgendwas mit Chinesen) für Hannes Riffel hinterlegte, suchte ich erstmal nach Atlantis-Büchern im Laden und wurde fündig: Uwe Posts “Symbiose”, Siegfried Langers “Alles bleibt anders” und Asprins “Tambu” waren zweifelsfrei zu identifizieren. Die Nachricht, dass der vierte Liaden erschienen sei, wurde mit Freude aufgenommen, da dort Nachfrage bestünde. Nachfrage ist immer gut.

Obgleich ich es mir fest vorgenommen hatte, nichts zu kaufen, endete ich dann aber doch mit vier Büchern in meiner Tasche: Die Hostile-Takeover-Trilogie von S. Andrew Swann in einem Band sowie Band 1 seines Apotheosis-Zyklus. Nein, sagt nichts (gehässige Kommentare werden von mir nicht freigeschaltet, so).

Pandora # 4 sei übrigens jetzt so richtig wirklich in der Druckerei, meinte Jakob. Ich will das mal glauben, er wirkte sehr glaubwürdig.

Den Rest des Tages bleibe ich jetzt im Hotel, da komme ich nicht mehr in Gefahr, Geld auszugeben… Berlin ist ja immer eine Reise wert, aber ich bin schon froh, nicht in der Nähe des “Otherland” zu wohnen…