Nun, eigentlich habe ich die erste Ausgabe des neuen Magazins aus dem Shayol-Verlag noch nicht richtig gelesen - ich hatte auf dem DortCon Gelegenheit, es durchzublättern und heute lag es in der Post. Dennoch möchte ich einige Eindrücke wiedergeben. Ich gehöre zu jenen, die es nie richtig verwunden haben, dass “Alien Contact” damals sein Erscheinen als Printmagazin einstellte. Ich bin ein großer Magazin-Fan und das Fehlen eines guten deutschen SF-Magazins mit breit aufgestelltem Inhalt tat mir lange schmerzlich weh. Wer an die guten alten Zeiten des SF-Star oder vergleichbarer Publikationen zurückdenkt, weiß, was ich vermisse. Mit “phantastisch!” ist diese Lücke ein wenig gefüllt worden, mit “Pandora” wird sie nun endgültig geschlossen.
Ich gebe zu, ein Magazin, dem man etwas mehr ansieht, dass es sich um SF und Fantasy dreht, wäre mir lieber - das Cover von “Pandora” # 1 ist wieder so eines dieser “künstlerischen” abstrakten Bilder, wo meiner Ansicht nach ein knackiges Raumschiff hingehört hätte -, letztlich ist dies aber sicher von sekundärer Bedeutung. Auf den Inhalt kommt es an, und der ist genauso breit aufgestellt, wie ich es mir wünsche - und endlich mit all den Namen von internationalem Rang, die ich lesen möchte. Nicht alles interessiert mich, aber vieles zumindest ein wenig, und wenn ich auch die Storys alle schnell überblättert habe - ich vermisse Hard SF, ich vermisse Space Opera, aber das kommt ja vielleicht noch -, so ist die Vielfalt so groß (und so attraktiv verpackt), dass ich mir für dieses Wochenende so einiges vorgenommen habe.
“Pandora” habe ich abonniert, und ich erkenne nicht, dass ich diese Entscheidung bereuen werde. Die Lücke schließt sich. Das finde ich beruhigend.