Mrz 31

Worum geht es?

Der US-amerikanische Raumkreuzer Merrimack trifft während seiner Jagd gegen den bösen Alien-Hive auf drei besiedelte Planeten mit einer offenbar bisher unbekannten FTL-Technologie, die letztendlich allen zum Verhängnis zu werden droht. Band 1 des Merrimack-Zyklus.

Wie sieht das Buch aus?

Ein schönes Action-Cover

Wie ist der Stil?

Meluch hat einen sehr eigenwilligen Stil, der sich vor allem bei der Charakterisierung der Protagonisten zeigt. Man ist sich manchmal nicht sicher, ob er seine Hauptpersonen karikiert oder ob er sie ernst nimmt. Es ist zumindest gewöhnungsbedürftig, aber mal eine Abwechslung.

Was gefiel?

Eine sorgsam konstruierte Handlung mit einem überraschend-interessanten Abschluss.

Was gefiel nicht so?

Eigentlich nichts - wenn man sich an die besagten Eigenwilligkeiten gewöhnt hat.

Zu empfehlen?

Oh ja.

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Mrz 29

Ich sagte in diesem Blog vor geraumer Zeit, dass Martin Kay mich mit dem Verfassen seines neuen Romans, obgleich später gestartet, überholen werde. Und so ist es ihm auch gelungen, den sechsten Vampir-Gothic-Band hat er fertig, und wo bin ich bei “Tentakeltraum”? Irgendwo bei 330.000 Zeichen, also nicht sehr viel weiter gekommen in den letzten Wochen. Dafür gibt es viele Begründungen, die meisten davon sind Ausreden und im Endeffekt bedeutet es nur, dass es halt nicht geflutscht hat. Und wenn es nicht flutscht, dann kann und will ich auch keine Zeilen aus mir herauspressen. Es wird auch wieder besser werden.

In diesen Zusammenhang fällt dann auch irgendwie eine mail, die ich gestern bekommen habe, und in der ich gefragt wurde, in welchem Verlag denn “Eine Galaxis für die Liebe” nachher erscheinen würde. *kicher*

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Mrz 28

Irgendwie geht das doch… ich habe mich jetzt für den EuroCon 2007 in Kopenhagen angemeldet. Ich habe nach einigen Terminschiebungen einen preisgünstigen Flug von Brüssel nach Kopenhagen gebucht und sogar einen bezahlbaren von Kopenhagen nach Frankfurt, leider schon Sonntagmorgen, aber anderthalb Tage Con sollten auch reichen.

Dänemark, ich komme!!! Wer kommt noch mit?

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(das offizielle EuroCon 2007-Logo) 
Mrz 28

Ich habe es geahnt. Ach was, ich habe es gewusst. Sie sind da. Sie haben uns Zeichen hinterlassen. HAL, übernimm die Mission!

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Mrz 27

Worum geht es?

Es handelt sich um die beiden ersten Bände des Valor-Zyklus der Autorin, die sonst eher für Horror und Fantasy bekannt ist. Beide drehen sich um eine weibliche Unteroffizierin, die in den Streitkräften einer aus Aliens und Menschen bestehenden Konföderation gegen die sog.  “Anderen” kämpft und dabei allerlei wilde Abenteuer erlebt.

Wie sieht das Buch aus?

Sehr schönes MilSF-Cover.

Wie ist der Stil?

Huff schreibt spannend und mitreißend.

Was gefällt?

Die sympathischen Charakterzeichnungen und der immer wieder aufblitzende Humor.

Was gefällt nicht so?

Da ist mir spontan nix aufgefallen.

Zu empfehlen?

Ich habe mir sofort nach Ende der Lektüre in nahezu zwanghaftem Verhalten den dritten Band als Hardcover vorbestellt, er soll im Juni erscheinen. Das sagt wohl alles.

Mrz 25

Wie mir heute von Marc Heinrichs bestätigt wurde, starb bereits im Oktober letzten Jahres der Modellbauer Fredy Martin Schulz. Ich hatte schon so meine Befürchtungen, als ich gegen Ende 2006 keinen Kontakt mehr zu Schulz herzustellen imstande war, der die Modellbaufiguren für “Rettungskreuzer Ikarus” produzierte. Auf dem DortCon bestätigte mir Marc Heinrichs dann, dass er ähnliches gehört habe, und ich bat ihn, diese Nachricht zu verifizieren, was er dankenswerterweise auch getan hat. Schulz starb im Alter von 79 Jahren und war bis zu seinem Tode berufstätig. Den älteren Fans wird er vor allem dadurch in Erinnerung sein, dass er in den 60er Jahren den Perry-Rhodan-Service geleitet hat, in dem er allerlei Merchandising, vor allem natürlich Raumschiffmodelle und Modellfiguren, zur Serie anbot.

Mrz 24

Manchmal, wenn man an so etwas wie einen kreativen Prozess glaubt, muss man schwierige Entscheidungen fällen. Das passierte mir jetzt schon mehrmals beim Schreiben des zweiten Bandes meiner Tentakeltrilogie. Zum einen hatte ich eine Szene, in der ich eine schöne Tentakelsexsequenz hätte einbauen können. Da meine größte Verantwortung aber die moralische Reinheit und intellektuelle Reife der deutschsprachigen Science Fiction ist, habe ich mich stattdessen entschlossen, eine Hauptperson dazu zu bringen, kaltblütig eine völlig unschuldige Nebenfigur umbringen zu lassen. Dann aber kam eine zweite, wichtige Entscheidung: Es war nämlich nötig, den Titel von Band 2 zu ändern. Der Ursprungstitel war “Tentakelsturm” und er hat auch zu dem gepasst, was ich ursprünglich für den Roman inhaltlich geplant habe. Wie es aber so ist beim Schreiben, Bücher verändern sich. Protagonisten tun Dinge, die sie eigentlich nicht hätten tun sollen. Handlungsfäden, die eigentlich nur eine Randerscheinung waren, drängen sich in den Vordergrund. Also musste ich den Titel von Roman 2 anpassen: Aus “Tentakelsturm” wird nun “Tentakeltraum”. Der Sturm wird kommen, aber erst im dritten Band der Trilogie, der nun “Tentakelsturm” sein wird. Hat’s jeder begriffen? Ich muss mich selbst erst einmal dran gewöhnen. Aber es passt wirklich besser.

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Und so sieht also das Cover zu Tentakeltraum aus.
Ist sowieso kein stürmisches Bild gewesen.
Mrz 23

Nun, eigentlich habe ich die erste Ausgabe des neuen Magazins aus dem Shayol-Verlag noch nicht richtig gelesen - ich hatte auf dem DortCon Gelegenheit, es durchzublättern und heute lag es in der Post. Dennoch möchte ich einige Eindrücke wiedergeben. Ich gehöre zu jenen, die es nie richtig verwunden haben, dass “Alien Contact” damals sein Erscheinen als Printmagazin einstellte. Ich bin ein großer Magazin-Fan und das Fehlen eines guten deutschen SF-Magazins mit breit aufgestelltem Inhalt tat mir lange schmerzlich weh. Wer an die guten alten Zeiten des SF-Star oder vergleichbarer Publikationen zurückdenkt, weiß, was ich vermisse. Mit “phantastisch!” ist diese Lücke ein wenig gefüllt worden, mit “Pandora” wird sie nun endgültig geschlossen.

Ich gebe zu, ein Magazin, dem man etwas mehr ansieht, dass es sich um SF und Fantasy dreht, wäre mir lieber - das Cover von “Pandora” # 1 ist wieder so eines dieser “künstlerischen” abstrakten Bilder, wo meiner Ansicht nach ein knackiges Raumschiff hingehört hätte -, letztlich ist dies aber sicher von sekundärer Bedeutung. Auf den Inhalt kommt es an, und der ist genauso breit aufgestellt, wie ich es mir wünsche - und endlich mit all den Namen von internationalem Rang, die ich lesen möchte. Nicht alles interessiert mich, aber vieles zumindest ein wenig, und wenn ich auch die Storys alle schnell überblättert habe - ich vermisse Hard SF, ich vermisse Space Opera, aber das kommt ja vielleicht noch -, so ist die Vielfalt so groß (und so attraktiv verpackt), dass ich mir für dieses Wochenende so einiges vorgenommen habe.

“Pandora” habe ich abonniert, und ich erkenne nicht, dass ich diese Entscheidung bereuen werde. Die Lücke schließt sich. Das finde ich beruhigend.

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Mrz 23

Es war mal wieder Amazon-Tag bei Dirk. Neu auf dem “Zu lesen”-Stapel heute:

“The lost fleet: Fearless”, der zweite Teil des MilSF-Zyklus von Campbell

“The Myriad” und “Wolfstar”, die ersten beiden Romane des “Merrimack”-Zyklus von R. Meluch

“Hydrogen Steel” von K. A. Bedford (schöööönes Cover)

“Eclipse” von K. A. Bedford (auch schöööönes Cover)

“Orbital burn” von K. A. Bedford (das Cover ist eher Scheiße).

Wann soll ich das alles eigentlich lesen??

Mrz 22

Die Februar-Ausgabe von LOCUS präsentierte einen Rückblick auf den SF-Markt 2006 und einige der Zahlen waren doch sehr interessant. Neben der Feststellung, dass der Rückgang in den Verkaufszahlen bei den SF-Magazinen offenbar nachgelassen hat und möglicherweise Licht am Ende des Tunnels zu erkennen ist, sind die Statistiken faszinierend. Demnach wurden in den USA von den LOCUS-Machern 2006 insgesamt 2495 Genre-Publikationen gezählt, was einen leichten Rückgang zu den 2516 des Vorjahres darstellt. Dennoch ist der Aufwärtstrend weiter erkennbar, denn in den Vorjahren waren fast durchweg weniger hohe Zahlen zu vermerken gewesen. Größter SF-Verlag bleibt weiterhin Tor, dicht gefolgt vom Science Fiction Bookclub und Ace. Bei den Neuerscheinungen bleibt die SF deutlich hinter der Fantasy zurück: Mit 223 neuen SF-Titeln 2006 sieht das Genre gegenüber 463 Fantasy-Titeln richtig alt aus. Das ist ein längerer Trend, laut LOCUS gab es zuletzt 1998 mehr SF- als Fantasy-Titel. Es ist also damit zu rechnen, dass auch wir in Deutschland weiterhin mehr Fantasy zu sehen bekommen werden. Das größte SF-Magazin bleibt Analog mit rund 28.000 Exemplaren, dicht gefolgt von Asimov’s und dem MFSF mit je ca. 18.000 Exemplaren. Das größte britische SF-Magazin INTERZONE dürfte zwischen 2000 und 3000 Exemplaren liegen.

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