Jun 30

Worum geht es?

Lt. Kris Longknife bekommt diesmal gleich zwei Herausforderungen: eine Kolonialwelt zu einem Verbündeten ihrer Heimat Wardhaven zu machen und letztere danach gegen einen hinterhältigen Annektionsversuch zu verteidigen.

Wie sieht das Buch aus?

Die Longknife-Bücher sehen alle gut aus.

Wie ist der Stil?

Spannend, manchmal eine Spur zu dick aufgetragen.

Was gefiel?

Die spannende, abwechslungsreiche Handlung, die den Roman zu einem Pageturner macht.

Was gefiel nicht so?

Eigentlich nichts.

Zu empfehlen?

Bisher sind die Kris-Longknife-Bücher so gut wie die frühen Harringtons. Sehr lesbar.

Jun 28

Ich sitze immer noch im Hotel - aber diesmal in einem in Augsburg - und habe kürzlich eine nette Email des Grafikers Charly Friedhoff bekommen, in der dieser “Tentakeltraum” als lesbar bezeichnet hat und, was viel interessanter ist, seine eigene grafische Interpretation des von einer Sonde beobachteten Tentakelscout-Raumschiffes gleich mit abgeliefert hat. Ich werde natürlich schleunigst diese Inspiration online stellen - vielen Dank an den Künstler!

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Jun 21

Eine kleine Tradition aus den USA, die ich dem Forum des Baen-Verlages entlehnt habe, ist die der “Snippets”, die von Autoren aus Romanen in Foren o. ä. eingestellt werden, weit bevor der entsprechende Roman überhaupt erschienen ist - so eine Art Leseprobe, aber auch “work in progress”. Und weil ich gerade in Stimmung bin, hier, ohne Gewähr, auch mal ein Schnipsel aus “Tentakeltraum”:

Der Adel des Tentakelfürsten hatte sehr viel mit Abstammung zu tun. Ein Grund mehr, genau auf die Qualität von Setzlingen und die genetische Reinheit dessen zu achten, was letztendlich in den Gewächshäusern herangezogen wurde. Die genetische Reinheit, die den Adel seiner Abkömmlinge ausmachte, hing nicht nur mit der DNA zusammen, die sorgsam von den Gärtnern gepflegt und weiter entwickelt wurde. Sie lag auch in der Reinheit der Gärtner selbst, die selbst einen Adel eigener Art hatten, und ihr Privilegien dadurch erhielten, dass sie an der eigenen Fortpflanzung mit exakt der gleichen Sorgfalt arbeiteten wie an der ihres Fürsten.

Der Samen des Tentakelfürsten war an Bord des Saatschiffes gewesen, in Stasis, wie der so vieler anderer auch. Nur in einem Schiff der Saatflotte war ein Tentakelfürst wach und aktiv gewesen, das war für die große Überfahrt mehr als ausreichend. Jetzt, da die Flotte auf festem Boden gelandet und die kostbare Fracht ausgeladen hatte, jetzt, da der Dünger gesammelt und gehegt und die Pflanzungen angesetzt wurden, gab es zunehmend mehr Fürsten, je nach Aufgabengebiet und Abstammung. Sie teilten die Welt unter sich auf, abgegrenzt in vor Jahrhunderten festgelegten Territorien, die sie sich aufgrund ihrer Abstammung verdient hatten. Und alle kamen sie zusammen im Ernterat, der über all jenes entschied, was die Welt und das System als Ganzes betraf.

Tentakelfürsten reisten nicht gern. Normalerweise verhandelten sie untereinander mit Worttentakeln, die sie eigens zu diesem Zwecke züchteten, schwache, schmale Kreaturen, die ein Kriegertentakel im Vorbeigehen niederschmettern konnte. Doch das war bewusst so gewählt, denn die Worttentakel sollten niemals bedrohlich wirken oder in der Lage sein, am Hofe eines anderen Fürsten Gewaltakte durchzuführen. Das hatten die Tentakel über die Äonen gelernt, und so sprachen sie miteinander über die geschmeidigen, wohlgesetzten Worte ihrer Emissäre. So wie sie untereinander konferierten, konferierten sie auch über den Tentakeltraum zwischen den Welten und weiter zurück, bis in die Wurzelwelt.

Jun 20

Hier sitze ich schwitzend in meinem Münchner Hotelzimmer und warte auf das groß angekündigte Unwetter. Immerhin, bevor ich gleich zu einem Theaterstück, aufgeführt von hiesigen Asylbewerbern aus einem von mir evaluierten Projekt, abdüse, ist noch genug Zeit für einen kleinen Blogeintrag.

In bezug auf “Tentakeltraum”, die Fortsetzung von “Tentakelschatten”, darf ich Fortschritt vermelden: Die 500.000-Zeichen-Schallmauer wird in Kürze fallen. Meine beruflichen Verpflichtungen lassen mir leider nicht den Raum für’s Schreiben, wie ich das gerne hätte, aber es geht langsam voran. All jene, die direkt beim Atlantis-Verlag eine signierte Ausgabe von “Tentakelschatten” bestellt haben, darf ich daher auch um Geduld bitten: Ich bin bis Anfang Juli kaum in Saarbrücken und werde daher die Verlagspost, in der die zu signierenden Exemplare drin sind, wahrscheinlich auch erst dann unterschrieben weiterleiten können.

Der Lesezirkel zu “Tentakelschatten” im Forum von sf-fan.de steht kurz vor dem Start, fast alle Freiexemplare sind vergeben. Wer noch möchte, sollte sich sputen. Ich werde während des Lesezirkels natürlich dabei sein und tapfer Kritik und Hohn ertragen. Ich verspreche: Ich werde nicht kneifen!

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Jun 19

Worum geht es?

Im zweiten Roman Bedfords geht es um die Erlebnisse eines jungen Offiziers an Bord eines Erkundungsschiffes der “Community”, die fatal enden. Auf die Ereignisse des ersten Romans “Orbital Burn” wird am Rande Bezug genommen.

Wie sieht das Buch aus?

Ein schönes Trade-Paperback mit einem feinen Cover.

Wie ist der Stil?

Bedford schreibt spannend und anschaulich, mit einer Gabe für eindringliche Charakterisierungen.

Was gefiel?

Das ganze Buch bis etwa zum letzten Viertel.

Was gefiel nicht so?

Wie auch schon bei “Orbital Burn” hat Bedford erkennbar ein Problem mit dem Finish der Romane: Auch hier ist “Eclipse” schlicht wirres, kaum nachvollziehbares Zeugs.

Ist der Roman zu empfehlen?

Ja, durchaus - wenn man das völlig blödsinnige Ende verkraftet.

Jun 18

Da ist es also geschehen, der erfolgreiche Fantasy-Verlag aus den USA, Intrag Publishing, hat sich “aus dem deutschen Markt zurückgezogen”. Ich habe diese Meldung mit einem lachenden und einem weinenden Auge vernommen, lachend deswegen, weil damit letztendlich bestätigt wurde, was ich im Intrag-Artikel von einigen Jahren geschrieben habe, und weinend deswegen, weil, obgleich all dies seit langem bekannt war, immer noch und immer wieder Autorinnen und Autoren den bayerischen Amerikanern auf den Leim gegangen sind. Jetzt ist das Wehklagen natürlich groß, aber letztendlich haben all jene, die weiterhin und trotzdem bei Intrag unterzeichnet haben, ihre eigene Sorgfaltspflicht gröblich missachtet. So gesehen hält sich mein Mitleid in eng bemessenen Grenzen. Es ist faszinierend, dass das Ende des Verlages damit zu tun hat, dass jemand offenbar versucht hat, in Los Angeles bei der angegebenen Verlagsadresse zu klingeln und sich wunderte, warum er den Verlag dort nicht fand. Den haben wir damals dort auch nicht gefunden, und als dieser jemand dann damit drohte, das an die große Glocke zu hängen, hat man in Dombühl wohl die Notbremse gezogen. Noch einmal so eine Skandalgeschichte abzufedern, dafür haben wohl die Nerven gefehlt. Die lange Diskussion damals im SF-Netzwerk.de (ist übrigens immer noch online und damit ein schönes Stück Zeitgeschichte) hat den Intrag-Machern wohl gereicht.

Schade, dass dieses nun zu Ende gegangene Trauerspiel gleichzeitig einen Hinweis darauf gibt, was ich in diesem Blog hier vor kurzem geschrieben habe. Warum diese so offensichtliche Verzweiflung vieler Nachwuchsautoren? Ich kann das psychologisch ja irgendwie verstehen, aber muss man wirklich das Gehirn abschalten, wenn man ein Vertragsangebot bekommt??

Jun 13

Worum geht es?

Tobas, ein Zauberlehrling, der nur einen einzigen Zauberspruch kennt, tritt gegen einen Drachen an.

Wie sieht das Buch aus?

Grottig.

Wie ist der Stil?

Watt-Evans schreibt anschaulich, spannend und humorvoll.

Was gefiel?

Die Charakterisierung, die Geschwindigkeit der Handlung, das ganze Setting.

Was gefiel nicht so?

Eigentlich nichts.

Zu empfehlen?

Auf jeden Fall.

Jun 12

Worum geht es?

Im zweiten Kantaki-Zyklus geht es um die Fortsetzung des Krieges der Allianz freier Welten gegen die Graken und zunehmend kommen auch die Ereignisse der ersten Trilogie wieder mit ins Spiel.

Wie sieht das Buch aus?

Schmuck.

Wie ist der Stil?

Spannend, lesbar, manchmal etwas kalt.

Was gefiel mir gut?

Das Setup, die kreativen Wortschöpfungen, die Handlungswendungen.

Was gefiel mir nicht so gut?

Das metaphysische Gebabbel ging mir streckenweise auf die Nerven.

Zu empfehlen?

Ich werde auch den Rest lesen.

Jun 11

Im Forum von Florian Breitsameters bekannter Website www.sf-fan.de wird zum Lesezirkel für “Tentakelschatten” aufgerufen - und es gibt sogar Bücher zu verschenken! Wer mitmachen möchte, hier ist der direkte Link in das Forum. Ich werde natürlich für Fragen und Kritik zur Verfügung stehen, und das bis zum bitteren Ende :)

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Jun 9

“Rettungskreuzer Ikarus” ist, das wissen die Besucher zahlreicher deutscher Cons, eine Kleinverlagsserie, die sich nicht zuletzt durch originelle Merchandising-Ideen auszeichnet. Nachdem der Tod des Modellbauers Fredy Martin Schulz unseren Siegeszug in der Modellfigurenszene abrupt beendet hat - wir verkaufen jetzt nur noch die Restposten -, mussten wir uns etwas Neues einfallen lassen. Und das haben wir natürlich getan: Im Verlaufe dieses Jahres wird es zwei neue schöne Merchandisingprodukte geben, nämlich zum einen den praktischen und farbenfrohen Ikarus-Notizblock (designed von Sylke Brandt, mit dem Raumschiffmodell von Klaus G. Schimanski und dem neuen Logo von Ernst Wurdack):

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… und zum anderen, als ganz besonderen Clou für alle Feinmotoriker, ein Kartonmodell der “Ikarus” zum selbst zusammenbauen, entworfen von einer Expertin, nämlich der Chefin der Kartonwerft. Das Modell ist noch in Arbeit, aber ein Prototyp (ohne bunt) ist schon fertig, wer mal einen Blick riskieren will:

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Ihr seht: Es wird sich auch weiterhin lohnen, am Atlantis-Stand auf diversen Cons aufzutauchen und sich dort entsprechende Romane zu besorgen (das Kartonmodell wird aber auch über den Verlag käuflich zu erwerben sein. Dann in bunt, ehrlich!).

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