Autoren schreiben ja auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Es gibt welche, die sehr methodisch vorgehen und einem genau formulierten Plan folgen, sich eine feste Zeichenzahl pro Tag setzen und mit eiserner Disziplin vorankommen. Andere schreiben in plötzlichen Schüben, so als würde sich Energie über einen längeren Zeitraum ansammeln, um dann in einem Ausbruch zu Papier gebracht zu werden. Manche schreiben rein explorativ, gehen von einer eher vagen Idee aus, und lassen dann das Buch und dessen Charaktere sozusagen selbst entscheiden, wohin die Reise geht.
Bei mir ist es von allem ein bißchen. Ich schreibe gerne explorativ, habe aber im Regelfalle mehr als nur eine vage Idee, zumindest eine Art Grobplanung. Ich schreibe gerne methodisch und diszipliniert, überwinde meinen inneren Schweinehund aber dann oft nicht, was manchmal zu mehrwöchigen Schreibpausen führt. Und es gibt diese “Ausbrüche”, die leider viel zu selten sind. Am letzten Wochenende hatte ich einen, das Ergebnis waren immerhin runde 40.000 Zeichen für mein aktuell in Arbeit befindliches Romanwerk “Kaiserkrieger“. Bald habe ich rund ein Viertel des Romans geschafft, oder wahrscheinlich eher ein Fünftel, denn ich glaube nicht, dass ich mit 1.000.000 Zeichen auskommen werde. Nein, eher nicht…

