Dez 28

Ich hatte im Grunde nicht mehr damit gerechnet, aber nun ist es mir doch gelungen: Heute hat das Manuskript von “Kaiserkrieger” die Marke von 1.000.000 Anschlägen überschritten. Noch vier Kapitel und eine Menge Überarbeitung liegt vor mir, doch der Gesamtumfang von 1.100.000 Anschlägen erscheint mir realistisch.

Allen also nochmal einen guten Rutsch. Dieses Blog bleibt bis zum 14.1. unbefleckt, denn ich bin mal wieder auf Reisen :)

Dez 24

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist gute Sitte, einmal kurz in die Retrospektive zu gehen und darüber nachzudenken, wie es denn so war und was wohl so sein wird. Da ich in diesem Blog vermeide, allzu sehr off-topic zu werden, bemühe ich mich, bei meinen ungeordneten Gedanken im Kontext des Blogthemas zu bleiben. Sollte mir doch das eine oder andere mal dazwischen rutschen, möge man mir dieses verzeihen.

Dirk, der Leser

Ich habe dieses Jahr erstaunlich viele Romane gelesen - und da ich meine Lektüre in diesem Blog ausführlich dokumentiert habe, konnten das meine Leserinnen und Leser auch nachvollziehen. Ich hab mal fix durchgezählt: Es waren 39, das ist ordentlich. Wie auch in den letzten Jahren, habe ich vornehmlich MilSF gelesen, es gab aber auch genug anderes dazwischen und der Fantasy-Anteil war 2007 erstaunlich hoch. Für das kommende Jahr wird sich diese Mischung voraussichtlich nicht wesentlich ändern, wenngleich ich mir beim Fantasy-Anteil noch nicht so sicher bin. Bis auf weiteres habe ich mir selbst einen Romankaufstopp auferlegt, den ich im kommenden Jahr aufrechtzuerhalten gedenke, bis mein Lesestapel sich auf überschaubarere Dimensionen verkleinert hat. Ich habe da neulich mal durchgezählt und bin auf 102 Romane gekommen, die noch der Lektüre harren. Nächstes Jahr steht also ganz unter dem Stern: Stapel muss kleiner, und so werde ich hier auch evtl. auf Romane eingehen, die schon vor einer Weile erschienen sind, die ich aber halt noch nicht gelesen habe. Vorgenommen habe ich mir als erstes die ersten sechs Bände der Dark-Fantasy-Reihe “Vampir Gothic”§ von Martin Kay im Mix mit einem der zahlreichen PR-Taschenbuchzyklen, die ich immer brav kaufe, aber noch nie gelesen habe. Das ist ein Desiderat, an dem jetzt zu arbeiten ist.
Generell war ich bisher mit meiner Lektüreauswahl sehr zufrieden, es gab nur wenige Romane, bei denen ich ernüchtert urteilen musste. Vorgenommen habe ich mir eigentlich, 2008 mehr deutsche Autoren zu lesen, mal schauen, ob ich das auch schaffe.

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Dirk, der Fan

Die Consaison 2007 war für mich durchwachsen, aber interessant. Mit dem MarburgCon fing es an, und der deutsche Höhepunkt für mich war sicher der DortCon. Buchmesse war ja diesmal leider nichts für mich. Der EuroCon in Kopenhagen hat mir interessante Perspektiven vermittelt. Im kommenden Jahr steht vor allem erstmal der ColoniaCon auf dem Programm, aber alles natürlich vorbehaltlich möglicher beruflicher Termine, die mir da in die Quere kommen könnten. Da muss man dann halt Prioritäten setzen. Mein grundsätzliches Problem mit den Cons, die ich miterlebt habe, war, dass ich sie allesamt letztlich als zu eng, zu “vertraut” empfunden habe. Es ist absolut nichts dagegen einzuwenden, die gleichen Leute immer wieder zu treffen, aber der Horizont wurde dadurch jedenfalls nicht erweitert. Was kann man da tun?

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Dirk und seine Gang

Man hat mit vielen Menschen zu tun im Verlaufe eines Jahres, doch mit einigen eher mehr. Zu denen, mit denen ich regelmäßig, ja täglich am meisten zu tun habe, gehören vier Gestalten: Martin Knöpper alias Martin Kay, den ich am 1.1. zu einem verspäteten Geburtstagsbesuch in Dortmund beglücken werde, Oliver Naujoks, der im Zuge der “Stahlfront”-Debatte als “linksextrem” bezeichnet wurde und damit den Preis als seltsamster Linksextremer aller Zeiten gewinnen dürfte, Guido Latz, der als Verleger des Atlantis-Verlages und Chefred von phantastik-news.de seine Pläne, das gesamte Universum seiner gnadenlosen Herrschaft zu unterwerfen, systematisch vorangetrieben hat und schließlich Nicole “Nicky” Rensmann, die sich 2007 von mir zum Verfassen eines Ikarus-Romans überreden ließ (erscheint im Januar), darauf bin ich besonders stolz :) Diesen vier Gestalten an dieser Stelle mein herzlicher Dank für manche auch durchlittene Phase im vergangenen Jahr, aber es ist nichts besser, als mit dem Smartphone in einer langweiligen Weihnachtsfeier zu sitzen und die Tombola zu ertragen, indem man sich gleichzeitig Emails hin- und her schicken kann. Dafür will ich gerade in dieser besinnlichen Zeit dankbar sein.

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Dirk, der Schriftsteller

2007 erschien mit “Tentakelschatten” der Auftakt zu einer ansonsten serienunabhängigen Trilogie von MilSF-Romanen, die 2008 mit “Tentakeltraum” ihre Fortsetzung finden wird. Gut: Die öffentliche Aufnahme des Romans in Rezensionen und im Lesezirkel bei sf-fan.de, aber auch in privaten Reaktionen war mit nur wenigen Ausnahmen positiv. Das ist erfreulich, vor allem deswegen, weil das Genre sicher in Deutschland seine Kritiker hat. Ich bin auf die Reaktionen zum zweiten Band gespannt, der derzeit im Lektorat steckt (das sicher einen Tacken gründlicher sein wird als das zu Band 1, versprochen!) und, so schätze ich mal, irgendwann im Frühjahr 2008 erscheinen wird. Daher ist auch klar, womit ich nächstes Jahr zumindest anfangen muss: den Abschlussband der Trilogie zu schreiben. Ansonsten ist von mir 2007 nicht allzu viel erschienen: Eine englischsprachige Kurzgeschichte in der Anthologie europäischer SF anlässlich des EuroCons sowie mit “Vor der Großen Stille” Band 32 der Serie “Rettungskreuzer Ikarus”. Ebenfalls nicht vergessen sollte man den “Professor Zamorra”-Roman “Der Dämon von Nigeria”, den ich zusammen mit Werner K. Giesa verfasst habe. Aber das war es dann auch schon. 2008 wird da - nach dem derzeitigen Stand der Dinge - nicht viel revolutionärer, denn selbst wenn ich mein derzeitiges Manuskript - den alternative-history-Roman “Kaiserkrieger” - einigermaßen zeitig abschließe, muss dafür ja auch erstmal ein Verlag gefunden werden. Und das Werk ist etwas umfangreicher geworden… Ich sehe 2008 aber wohlgemut entgegen.

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Dirk, der Blogger

Mit dem neuen Layout hat sich, wie Ihr sicher gemerkt habt, auch meine Blogfrequenz deutlich erhöht. Zwar werde ich nun die ersten beiden Wochen im Januar schon wieder eine längere Pause einlegen müssen, da ich beruflich mal wieder in der Weltgeschichte rumdüse, aber trotzdem ist mein Abschiedsgeschenk an das alte Jahr ein neues Blog-Layout. Bitteschön. Stilecht. Mir gefällt es. Und das ist ja bekanntlich das Wichtigste.

Euch allen ein erfolgreiches und überaus angenehmes Jahr 2008!

Dez 21

Trotzdem noch ein Posting, denn meine Schwester, die alte Heidin, hat mir ein sehr schönes Bild zur Wintersonnenwende gemailt, das ich Euch nicht vorenthalten möchte (ich habe sie daraufhin angerufen und gefragt, wann sie denn endlich einen richtig schönen Farbcomic zeichnet, aber dann wurde sie quengelig).

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gezeichnet von Shei 

 

Dez 21

Naja, in den Schokoladenfabriken wird sicher bereits die Osterhasenproduktion vorbereitet. Jedenfalls wünsche ich allen, die dies hier lesen, entspannte und schöne Weihnachten. Es wird in diesem Blog 2007 noch exakt ein weiteres Posting geben, irgendwann kurz vor Jahresende, und damit dann auch ein neues Bloglayout. Wappnet Euch!

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Die wunderbare Weihnachtssonja (aus Rettungskreuzer Ikarus) ist von Klaus G. Schimanski 
Dez 18

Worum geht es?

Ein kleines Königreich verschleppt den professionellen Spieler Sterren und erklärt ihm, er sei der Kriegsherr, da einziger lebender Verwandter des gerade verstorbenen Amtsinhabers. Das ist ein Problem, denn die beiden benachbarten Reiche planen den Überfall und Sterren hat nicht die geringste Ahnung vom Kriegswesen…

Wie sieht das Buch aus?

Die Ethshar-Romane von Watt-Evans habe ich erst entdeckt, als sie entweder nur noch antiquarisch oder in der Edition eines amerikanischen Kleinverlages erhältlich waren - die leider z. T. grottig aufgemachte Bücher präsentiert. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen!

Wie ist der Stil?

Ich schätze den leichten, humorvollen und dabei vor allem die Charaktere seiner Hauptpersonen nahezu liebevoll charakterisierenden Stil des Autors sehr und habe mir vorgenommen, nach und nach alle Ethshar-Romane zu erwerben.

Was gefiel nicht so?

Das Buch war mir etwas zu kurz - ich habe es an einem Nachmittag durchgelesen und hätte gerne noch etwas mehr gehabt.

Was gefiel?

Eigentlich sonst alles.

Zu empfehlen?

Jedem Fantasy-Freund empfehle ich Watt-Evans’ Ethshar-Universum als leichte, spannende, amüsante und sehr unterhaltsame Literatur.

Dez 16

Eine arbeitsreiche Woche steht mir bevor, was dazu führen wird, dass dieses Blog, wenn überhaupt, nur Dienstag und Freitag aktualisiert werden kann. Und dann ist ja auch schon Weihnachten. O Graus.

Immerhin habe ich bei “Kaiserkrieger” dieses Wochenende die Marke von 900.000 Anschlägen überschritten. Ich kann behaupten, dass der Roman so langsam aber sicher in die Zielgerade einkehrt. Noch elf geplante Kapitel, noch 200.000 geplante Anschläge - und dann kommt natürlich das große Überarbeiten. Aber es ist bald geschafft. Bin gespannt, wie es sich lesen wird.

Dez 14

Eigentlich wollte ich zum Interview mit Verleger Hansjoachim Bernt über seine bräunliche “Stahlfront”-Serie nicht viel sagen, aber er hat es sich nicht nehmen lassen, mich persönlich zu erwähnen und dabei, das ist lustig, anzunehmen, mein Name sei ein Pseudonym. Angesichts der Tatsache, dass Bernt mich nicht nur seit vielen Jahren kennt und wir, bevor er abgedreht ist, auf Cons uns oft unterhalten haben, sein Vertrieb verkauft auch u. a. die Rex-Corda-Romane sowie “Rettungskreuzer Ikarus”, wo nun überall mein Name drauf steht. Diese plötzliche Amnesie ist in etwa so albern wie das gesamte Interview, in dem sich Bernt am Ende tatsächlich dazu hinreissen lässt, “Stahlfront” in eine Reihe mit “1984″ und “Clockwork Orange” zu stellen. Da kann man gar nicht mehr sagen, ob man lachen oder weinen soll. Ich überleg’s mir noch.

(Ich habe den ersten Stahlfront-Roman übrigens nie rezensiert, aber das ist wohl ein unwichtiges Detail).

Dez 14

Ich habe mal in den Piloten reingeschaut. I’m not convinced.

Dez 13

Gestern habe ich die neue Ausgabe der Pranke in meinen Pranken gehalten. Die Pranke ist das einzige Filmmagazin, das ich ertragen kann, denn darin geht es neben Monsterfilmen auch immer wieder um all die SF-Streifen, mit denen ich aufgewachsen bin. Die oft sehr ironischen und witzigen Filmbesprechungen - im aktuellen Heft zu “Space Mutiny”, einem echten SF-Klassiker - machen den besonderen Reiz dieses Magazins aus. Es hat sich auf bemerkenswerte Weise von einem Fanzine zu einem semiprofessionellen Magazin entwickelt, in dem man ständig etwas Interessantes und Lesenswertes findet. Und wenn dann noch “U 2000″ gewürdigt, ein Film, bei dem Klein-Dirky im Kino damals aber so richtig mitgegangen ist - daran kann doch nun wirklich nichts falsch sein.

Dez 11

Ich trinke gerne und leider oft auch zuviel Kaffee, anderweitige Experimente mit Tees etc. haben leider nie die gleiche durchdringende anregende Wirkung bei mir ausgelöst (und wenn ich dann halt öfters mal aufs Klo muss…). Auch die Besatzung meines in die Spätantike verschlagenen Kreuzers in meinem aktuellen Manuskript “Kaiserkrieger” hat ein Faible für Kaffee und steht gleichzeitig vor dem Problem, dass es den im Rom der Spätantike gar nicht gab. Ich habe mir daher mal in Ruhe Gedanken darüber gemacht, woher wir den dann bekommen können. Tatsächlich wird ja angenommen, dass die Kaffeebohne ursprünglich aus dem äthiopischen Hochland stammt. Zur Zeit meiner Zeitreisenden gab es Äthiopien noch nicht, wenn man es eng sieht: Im Gebiet des heutigen Äthiopien existierte das Königreich Axum (oder Aksum, je nach Schreibweise), mit dem Rom durchaus bereits Handelsbeziehungen unterhielt (und das z. B. im Belisarius-Zyklus von Drake und Flint eine prominente Rolle spielt). Ich habe also auf mein Merkblatt eine Expedition nach Axum geschrieben, für einen der Folgebände, denn Kaffee muss sein.

Was es übrigens auch nicht gab, war Schnaps oder Branntwein. Aber es gab normalen Wein. Also lässt sich das Problem mit etwas Destillierkunst leicht lösen. In der Tat ist dies die Art und Weise, mit der die Hauptperson in Sprague de Camps “Lest Darkness Falls” am Anfang ihren Lebensunterhalt verdient. In meinem Falle ist das Problem drängender: Was sollen anständige Seeleute ohne Schnaps? Den römischen Warmduscherwein trinken? Nix, da muss was getan werden.

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