Jan 31

Dieser Dreischritt ist zur Zeit signifikant für einige meiner Veröffentlichungen. Nachdem nun die erneuten Korrekturen von “Tentakelschatten” vorliegen, werden diese in die Zweitauflage des Bandes eingebaut, die nötig ist, da die ersten Exemplare vergriffen sind*. Nachdem nun auch “Tentakeltraum” lektoriert wurde, wird der Roman voraussichtlich Mitte des Jahres erscheinen, hoffentlich pünktlich zum ColoniaCon. Und auch meine Übersetzung von Michales Warwick Joys “Die Verschlossene Stadt” wurde erneut lektoriert und wird in einer erneut durchgesehenen Fassung in die 2. Auflage gehen. Bei “Kaiserkrieger” sitze ich am letzten Kapitel, und danach beginnt einer sehr intensiver Bearbeitungsreigen: Ich werde selbst erst einmal durchgehen, vor allem, um einiges von meinen historischen Recherchen zu ergänzen und einige Logikbugs, die sich im Laufe des Entstehungsprozesses eingeschlichen haben, zu beseitigen. Danach wird das Manuskript an mindestens zwei Betaleser gehen, die sich das Werk mit unterschiedlichen Sichtweisen noch einmal genau anschauen. Danach werde ich die Kommentare der Betaleser einarbeiten und selbst ein letztes Mal drübergehen - wobei “letztes” hier nur bedeutet, dass ich das Manuskript dann für soweit fertig halte, dass es an einen “richtigen” Lektor gehen kann, der mir dann hoffentlich auch wertvolle Hinweise zum Thema Veröffentlichung geben wird. Ich bin zuversichtlich, dass danach noch weitere Überarbeitungsschritte notwendig sein werden. Es bleibt also viel zu tun.

* = Ich gehöre nicht zu jenen, die es für notwendig halten, sich durch solche Aussagen überflüssig wichtig zu machen. Ich bin mir über die Höhe der Auflagen im Kleinverlagsbereich durchaus im Klaren, und ich weiß, dass auch manche Top-Autoren nur im zweistelligen Bereich verkaufen. Daher offene Karten, kein Rumpuchten: Die erste Auflage, von der ich hier sprach, umfasste 120 Exemplare. Ich vermute, dass der Atlantis-Verlag dann weitere 120 nachdrucken wird, die Gesamtauflage entspricht dann 240 Büchern. Sie kann in Zukunft noch wachsen, ich gehe sogar davon aus - viele potentielle Käufer sind bei neuen Zyklen gerade bei Kleinverlagen eher misstrauisch und warten lieber ab, ob da wirklich noch was erscheint, was mit “Tentakeltraum” ja eintreten dürfte. Aber, wie gesagt: Das sind die Zahlen bis jetzt.

Jan 30

… das haben wir ja schon immer gewusst. Was mir neu ist, ist die Tatsache, dass der Generaldirektor des Atlantis-Verlages auch sonst dem soliden Handwerk verschrieben ist. Und ich dachte immer, er wäre im richtigen Leben Konditor! Als ich aber heute morgen im Bürgeramt das Infoblättchen der Gemeinde Sulzbach durchblätterte, fand ich erstaunliches:

guido1.jpg
Jan 29

Zu Beginn meiner Aktivitäten im World Wide Web hatte ich das außerordentliche Vergnügen mit einem Webdesigner zusammen zu arbeiten, der für die damalige Zeit - es waren die frühen 90er - ausgesprochen visionäre Ideen dazu hatte, wie etwa ein cooles SF-Magazin im Internet auszusehen habe. Dies führte zur Geburt des Internet-Magazins @ltair, das immerhin etwas mehr als ein Jahr bestand und grafisch von Thorsten Pankau und inhaltlich von mir betreut wurde. Ich möchte jetzt nicht allzu sehr darin schwelgen, was für schöne Ideen Thorsten damals mit noch relativ begrenzten Softwaremitteln umgesetzt hat, leider ist das alles nicht mehr online und kann zur Beweisführung herangezogen werden. Das Wayback-Archiv findet @ltair zwar noch, aber natürlich in einer Version, die dem Original in der Darstellung nicht entspricht. Ich habe selbst auf alten Disketten allerlei Banner der sog. Monatsthemen gefunden, auf deren Basis damals der Content des Magazins gemacht worden ist. Ich füge einfach mal ein paar an, so rein aus nostalgischen Erwägungen.

sf-chat.JPG
lem.GIF
cons.JPG
efs.JPG
afriphanta.JPG
Jan 26

Worum geht es?

Im ersten Band des Andromeda-Zyklus verschlägt es Perry Rhodan auf dem Schiff JOURNEE nach, nunja, Andromeda, das sich einer gar finsteren Invasion ausgesetzt sieht.

Wie sieht das Buch aus?

Die PR-Taschenbuchzyklen bei Heyne zeichnen sich alle durch ein gar fesches Design aus, da macht dieses keine Ausnahme.

Wie ist der Stil?

Sobald es gefühlsmäßig zugeht, wird Anton arg kitschig, das hat dann Lore-Roman-Qualitäten.

Was gefiel?

Alle Sequenzen, in denen es mal zur Sache ging und ein bissel die Fetzen flogen, sehr ordentlich.

Was gefiel nicht so?

Der selten bescheuerte Klonelefant Norman sowie die hochgradig alberne Gefühlsduselei, auch die Motivation Perrys, nach Andromeda zu fliegen - Leute, der Typ hört Stimmen! - ist an den Haaren dermaßen herbei gezogen, dass ich das wirklich dreimal lesen musste, um es zu glauben.

Zu empfehlen?

Sag ich Euch, wenn ich die fünf Folgebände gelesen habe.

Jan 25

Heute habe ich mit einem neuen Romanmanuskript begonnen, das ich so nebenher zu vervollständigen gedenke. Ich kann das sagen, weil der Roman nur für ein sehr begrenztes Publikum gedacht ist: nämlich für meinen Sohn. Mein verehrter Sohn David ist ein großer Rallye-Fan, und abgesehen davon hat er wenig im Sinn. Das einzige Buch, das er jemals zu Ende gelesen hat, ist Cornelia Funkes “Drachenreiter”, ansonsten liest er ausschließlich Fachbücher über, naja, Rallyeautos halt. Ich habe daher beschlossen, ihm einen Roman zu schreiben, der im Rallye-Milieu spielt. Da er mir dauernd davon erzählt und ich mit ihm auch jedes Jahr zum deutschen Lauf der Rallye-WM muss, bekomme ich da natürlich so einiges mit (wenngleich ich bei der Rallye selbst mehr auf die Promo-Schneckis achte). Wenn der Roman fertig ist - Arbeitstitel: “Dave und die Rallye-Gang” -, wird er in der Auflage von einem (1) Exemplar erscheinen, wahrscheinlich lasse ich ihn über lulu.com ansprechend drucken und binden. Vielleicht liest er dann ja wenigstens mal was anderes. Wenn das dann auch nicht klappt, kaufe ich wieder was von Frau Funke. Oder ich mache das gleich sofort, wer weiß, wann ich fertig werde…

17-08-07_16011.jpg
“Nee, Papa, so’n Mist lese ich nicht!”
Jan 25

Dabei ist er doch schon dick genug - braucht man da zwei von? Ja, braucht man: Jüngst erschienen ist der siebte Band der Vampirinnen-in-engen-Lederklamotten-Serie “Vampir Gothic” - man betrachte das Cover als Beweis - sowie Band 1 der neuen SF-Serie “Lex Galactica”, deren Cover ich mir spare, weil es, sorry, furchtbar langweilig ist. Aber wir haben ja alle gelernt, dass wir nicht vom Cover auf den Inhalt schließen sollen. Jedenfalls sitzt der gute Martin schon an Band 2 und Gerüchte besagen, er habe eine illustre Autorenschar um sich versammelt, um die Serie fortzusetzen. Nein, ich gehöre nicht dazu, ich verdiene es nicht, auch nur den vom Leibe Martins beschatteten Boden zu küssen. Außerdem habe ich keine Zeit :)

VG7 cover.jpg
Jan 24

Angesichts des erneuten Erfolges eines Monsterfilms - Cloverfield scheint ja recht gut abzuräumen - stellt sich mir schon die Frage, ob die Menschheit, und hier insbesondere die Bevölkerung amerikanischer und japanischer urbaner Zentren, seit den 50er Jahren nichts gelernt hat. Ich denke, dass wir alle durch unzählige Monsterfilme mittlerweile gut genug fortgebildet sein müssten, um im Falle des Auftauchens eines solch gräßlichen Biests gewappnet zu sein. Angelehnt an eine aktuelle Diskussion in rec.arts.sf.written, hier eine Liste der “To Dos”, sollte Euch dieses furchtbare Schicksal einmal ereilen (aber nach Deutschland kommen die Viecher irgendwie nie - ich glaube, Kopenhagen kam uns mit dem guten alten Reptilicus am nächsten).

1. Lebe auf dem Lande, nie in einer großen Stadt.

2. Lebe niemals in der Nähe der Küste oder eines Sees.

3. Halte Dich vom Militär fern. Die zielen nicht so besonders gut und nützen eh nichts.

4. Halte Dich von Brücken, hohen Türmen und Wolkenkratzern fern, vor allem, wenn sie auf dem Trampelpfad des Monsters liegen.

5. Wohne niemals in der Nähe nuklearer Testgelände.

6. Wenn es sich um einen Giganten handelt, niemals provozieren oder etwas tun, dass das Monster nachtragend machen könnte.

7. Wenn Du für die Hochspannungsharpune verantwortlich bist, niemals berühren, ehe Du Dich vergewissert hast, dass das Ding ausgeschaltet ist. Wenn Du einen anderen Dummen findest, lass ihn die Waffe bedienen.

8. Wenn das Monster auf Blondinen steht, färbe Deine Haare, falls notwendig.

9. Suche eine Jungfrau, ein Waisenkind und einen streunenden Hund. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du in ihrer Gesellschaft überlebst, ist sehr hoch.

10. Wenn Du wegläufst, dann in einem rechten Winkel vom Trampelpfad des Monsters. Es ist gar nicht hinter Dir im speziellen her, wird sich also nicht weiter um Dich kümmern.

11. Wenn Du ein selbstsüchtiger, rassistischer, widerwärtiger Bastard bist, hast Du eine gute Chance, vom Monster erst als letztes gefressen zu werden.

12. Hast Du ein Auge auf die vollbusige, aber selten dämliche Schnecke geworfen, komm besser gleich zum Zuge, denn die hat einen prominenten Platz in der Nahrungskette.

13. Solltest Du Dich doch in einer großen Stadt aufhalten, vermeide historische Monumente sowie weltbekannte Bauwerke, da sie eine magische Anziehungskraft auf Monster ausüben.

Weitere Anregungen? Man sollte ein Handbuch schreiben :)

Jan 23

Keine Ahnung, aber wie ich Nina Horvaths Blog entnehmen darf, ist sie mit der Durchsicht von “Tentakelschatten” (für die Zweitauflage) und dem Folgeband “Tentakeltraum” nunmehr fertig und ich habe meine Herztabletten bereits herausgeholt, um mich für die Lektüre ihrer Anmerkungen zu wappnen. Dann kann es ja nicht mehr lange dauern…

Fertig ist mein Artikel zur Military SF für “phantastisch!”. Nur noch ein paar Cover einscannen. Und nein, die obigen Tentakel habe ich darin mit keinem Wort erwähnt, so schamlos bin ich nicht…

Jan 22

Die 29. Ausgabe des SF/F-Magazins “phantastisch!” liegt vor und enthält die bekannte und beliebte Mischung aus Interviews, Artikeln und der gelegentlichen Kurzgeschichte. In der vorliegenden Ausgabe war für mich allerdings nicht so wahnsinnig viel dabei, was mich brennend interessiert hätte. Das Interview mit Boris Koch war recht amüsant, das Gespräch mit dem Coverkünstler Eyke Volkmer hatte interessante historische Aspekte. Der Rückblick auf das Leben des verstorbenen Jürgen Grasmück von Christoph Dittert war zwar als persönlich gefärbt angekündigt, enthielt mir aber ein bissel zuviel Eigenwerbung des Autors und die Tatsache, dass in einem SF-Magazin auf das doch durchaus umfangreiche SF-Werk Grasmücks mit keinem Wort eingegangen wird, ist eher enttäuschend gewesen. Da hätte ich mir etwas mehr erwartet.

Dennoch: Alles in allem wieder eine sicher lesenswerte Ausgabe, und es kann ja nicht immer für jeden etwas dabei sein :)

Jan 21

Derzeit versuche ich, meine schriftstellerischen Aktivitäten mit meinen beruflichen Herausforderungen irgendwie in Einklang zu bringen. Vor allem in den nächsten Monaten wird das eine nicht immer leicht zu bewältigende Aufgabe sein. Leichtsinnigerweise habe ich Ende letzten Jahres Klaus Bollhöfener versprochen, einen Artikel zur Military SF für “phantastisch!” zu verfassen, und ich gedenke natürlich, mein Versprechen zu halten. Redaktionsschluss ist kommende Woche. Meine “Kaiserkrieger” sind in den vergangenen drei Wochen auch fast nur liegen geblieben, und das so kurz vor Abschluss des Manuskriptes. Ich habe mir vorgenommen, diese Woche den Hintern hoch zu bekommen und endlich voranzuschreiten, denn ich muss auch noch den Abschlussband des aktuellen Zyklus bei “Rettungskreuzer Ikarus” verfassen. Ich hoffe aber doch, dass sich all dies letztlich bewältigen lassen wird, wenngleich Verzögerungen wohl kaum zu vermeiden sein werden.

Bemitleidet mich bitte. Danke.

« Previous Entries