Mrz 31

Nach zwei Tagen in Amsterdam - und davon 12 Stunden auf niederländischen Autobahnen - und konsequenterweise einem Wochenende mit Rückenschmerzen sitze ich nun wieder im Büro. Am Donnerstag fliege ich bereits wieder gen Berlin und kommende Woche bin ich fast durchgehend in London. Nur, damit Ihr wisst, wenn hier mal Funkstille herrscht. Trotzdem war das Wochenende ganz passabel, denn ich habe bei “Tentakelsturm”, dem dritten Teil meiner MilSF-Trilogie, fast schon die 50.000-Zeichen-Marke erreicht, was damit immerhin groben 10 % des Gesamttextes entspricht. Ich weiß zwar nicht, ob ich diese Produktionsgeschwindigkeit beibehalten kann, bin aber froh, bisher gut voran gekommen zu sein. Irgendwann kommende Woche werde ich sicher auch mit der zweiten Überarbeitung von “Kaiserkrieger” beginnen, meine Betaleser Sylke Brandt und Oliver Naujoks haben mich auf zahlreiche Fälle fortgeschrittener Betriebsblindheit hingewiesen. Das muss weg, das muss anders. So.

Derzeit lese ich am dritten Vampir-Gothic-Band, bin aber nicht wirklich weit gekommen, nicht zuletzt deswegen, weil ich endlich die erste SG-Atlantis-Staffel zuende gucken wollte. Habe ich aber auch nicht geschafft. Mein Zeitmanagement lässt erkennbar zu wünschen übrig. Da ich auch heute mit so spaßigen Dingen wie z. B. meiner Umsatzsteuer-Voranmeldung beschäftigt sein werde, dürfte der Entspannungsfaktor auch eher begrenzt sein. Außerdem kommt heute auch noch die neue Waschmaschine. Das alles ist sehr lästig.

Mrz 25

Olaf “Jockel” Menke hat nunmehr auch “Tentakelschatten” gelesen und in seinem Blog diesbezüglich Stellung genommen, wofür ich mich sehr bedanke :)

Mrz 24

Jenseits dieser wichtigen philosophischen Frage, die mich zur Zeit durchaus umtreibt (mir ist nämlich kalt und die Gasheizung in meinem Büro kämpft zwar tapfer, aber ohne wirklich großen Effekt dagegen an), möchte ich dieses Posting dazu nutzen, darauf hinzuweisen, dass ich die erste Fassung von “Rettungskreuzer Ikarus” 37 gestern abgeschlossen habe. Das hat zur Konsequenz, dass ich nunmehr endlich an den dritten Teil der Tentakeltrilogie gehen kann. Der soll ja schließlich auch pünktlich im kommenden Jahr erscheinen. Derzeit werden die Cover der Bände 2 und 3 in druckbarer Version erstellt, so dass ich auch schöne Poster für die kommende Consaison machen lassen kann.

Apropos: Im Mai steht ja mit dem Starport Darmstadt und dem MarburgCon die erste Etappe dieser Saison an. Obgleich ich die feste Absicht habe, zu beiden Veranstaltungen zu kommen, ist es derzeit leider so, dass mich meine beruflichen Verpflichtungen sehr in Atem halten. Ich bin jetzt bis Ende Mai jede Woche beruflich unterwegs: Diese Woche geht es nach Amsterdam, kommende Woche nach Berlin, die Woche danach bin ich in London, die Woche darauf in Bern, die Woche darauf in Brüssel, die Woche darauf in Münster, die Woche darauf in Den Haag und wahrscheinlich Ende Mai im Senegal. Man möge mir verzeihen, wenn ich sage, dass mich angesichts dieses Arbeitsplans die Begeisterung, zusätzliche Reisen unternehmen zu müssen, nicht so richtig packen will. Es mag ja Leute geben, die so eine Art von Leben irgendwie aufregend finden, bei mir fällt das alles mittlerweile eher unter die Kategorie “anstrengend”. Ich werde meine Conbesuche dieses Jahr daher stark von meiner Tagesform abhängig machen müssen.

Mrz 23

Worum geht es?

Tiberius Caesianus wird in eine politische Verschwörung gegen Kaiser Nero hineingezogen, in der auch Geldfälschung eine Rolle spielt.

Wie sieht das Buch aus?

Das im Eigenverlag publizierte Taschenbuch ist erkennbar von einem Amateur gestaltet und gesetzt worden, was zu diversen Mängeln geführt hat, die aber letztlich die Lesbarkeit nicht grundsätzlich negativ beeinflussen.

Wie ist der Stil?

Enthusiastisch, aber mit einigen typischen Anfängerfehlern. Dennoch blitzt immer wieder die Freude am Schreiben durch, das gleicht meistens die eine oder andere holprige Sequenz aus.

Was gefiel nicht so?

Vor allem an Actionszenen muss der Autor noch arbeiten. Sie werden zu lapidar beschrieben.

Was gefiel?

Die lebendige, von riesiger Fachkenntnis zeugende Beschreibung der Lebensumstände zu Zeiten Neros, bis in die Details des Alltagslebens hinein.

Zu empfehlen?

Freunde historischer Rom-Romane, die Wert auf Authentizität legen, sollten hier auf jeden Fall zugreifen.

Mrz 22

Vielleicht ist es an dieser Stelle eine gute Idee, mich bei Peter Lichtenberger zu bedanken. Der gute Mann aus Österreich kennt mich zwar nicht, aber er kann die vielen Nutzer seiner ausgesprochen instruktiven Website www.imperiumromanum.com auch gar nicht kennen, denn das wäre eine ziemliche Leistung. Dieses private Engagement eines großen Rom-Fans hat mir jedenfalls bei so mancher Recherche für “Kaiserkrieger” sehr geholfen und erst gestern habe ich einen Fehler entdeckt, den ich im Manuskript gemacht habe und der bei der kommenden, zweiten Bearbeitung ausgemerzt werden muss. Der Betreiber der Website ist selbst auch Verleger und hat bereits drei historische Romane vorgelegt, die im alten Rom spielen. Den ersten der drei, “Leichtes Geld”, lese ich gerade und die Besprechung ist dementsprechend in Kürze im Zulauf. Seine Romane kann man hier bestellen.

Mrz 21

Worum geht es?

Die Drachen machen die Biege, das ist ein Problem.

Wie sieht das Buch aus?

Ein edles Hardcover mit einem schönen Design. Bonuspunkt: wenn man den Schutzumschlag abnimmt, ist das Cover auch auf dem Umschlagkarton selbst noch einmal in voller Pracht zu bewundern, den Luxus sparen sich viele Verlage.

Wie ist der Stil?

Falko schreibt anschaulich, handwerklich sauber, mit einem schönen Gefühl für Sprache, wenngleich manchmal einen Tick zu schwülstig.

Was gefiel nicht so?

Der esoterische Anstrich des Romans ging mir etwas auf die Eier. Geistreisen und derlei sind nun einmal nicht mein Fall.

Was gefiel?

Die lebendigen Charakterisierungen.

Zu empfehlen?

Für Freunde der etwas weicheren Fantasy, die außerdem Spaß mit allerlei mystisch-esoterischen Bezügen haben, sicher zu empfehlen. Für Leute wie mich, die in der Fantasy blutiges Gemetzel, marschierende Legionen und Mädels mit reichlich Holz vor der Hütte erwarten, wahrscheinlich eher nicht.

Mrz 20

In meinem erklärten “Jahr der deutschsprachigen Phantastik” habe ich mich nunmehr erneut der Fantasy zugewandt, und zwar in Form von Falko Löfflers “Drachenwächter”. Was mich aber bereits beim Öffnen des Buches leicht geärgert hat: Der Band ist noch kein Jahr alt und wurde von mir bisher nicht angerührt, aber das Papier ist offenbar von schlechter Qualität und von außen nach innen bereits stark eingegilbt. Das gibt Abzüge in der B-Note.

Die Kür und die Pflicht erfüllt hat in meinen Augen der zweite Teil der Mark-Brandis-Hörspielreihe, den ich kürzlich zu goutieren das Vergnügen hatte. steinbach sprechende bücher bewerben die Serie mit “Kino für die Ohren” und das ist mal ein Werbespruch, dem ich nichts entgegen zu setzen habe: Genau so ist es. In diesem Kontext stößt es mir auch immer sauer auf, dass die hochwohlgeborene Hörspieljury des KLP es nicht schafft, von ihrem ästhetisch-poetischen Ross runterzukommen und mal zu gucken, was sich mittlerweile für ordentliche Produktionen im Markt finden lassen. Aber lieber gar nix nominieren, als mit diesem Zeugs in Berührung zu kommen. Ist klar.

Rettungskreuzer Ikarus # 37 wird zur Feier des Zyklusendes ein kleines vierseitiges Special enthalten, das einen lange gehegten Wunsch vieler Leser erfüllen wird. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

Mrz 19

Worum geht es?

Alle hetzen Alena, obwohl alle irgendwie das gleiche Ziel haben. Es wird viel geschossen.

Wie sieht das Buch aus?

Wieder ein schönes Hardcover mit einem netten Cover.

Wie ist der Stil?

Martin schreibt packend, fesselnd und rasant.

Was gefiel nicht so?

Die Elmar-Identitätsauslöschung war mir zu handgewedelt und hat meinen “sense of belief” nicht überzeugen können.

Was gefiel?

Wie auch in Band 1 die guten Hintergrundrecherchen, die beschriebene Handlungsorte lebendig und glaubwürdig gemacht haben.

Zu empfehlen?

Aber ja doch, die Serie nimmt richtig Fahrt auf.

Mrz 18

Und gemeint ist damit das Manuskript von “Rettungskreuzer Ikarus” # 37, an dem ich zur Zeit arbeite, ein Roman, der aber erst im Januar 2009 erscheinen wird. Es ist der Abschlussband des Outsiderzyklus und ich nähere mich langsam der 66 %-Marke. Das wird schon noch werden. Und hier ein Ausschnitt:

„Sie haben sich offenbar gut auf ihre Flucht vorbereitet“, bemerkte Akolyth Ersten Grades Samson Prekup und lehnte sich in dem Schreibtischstuhl zurück. Serbald stand neben ihm, die Arme verschränkt und mit sorgenvollem Blick. Prekup war einer der besten Computertechniker, die es an Bord der UHVO gegeben hatte, ein überzeugter Apostat und jemand, der vor dem durch Decorians Machtergreifung ausgelösten Schisma jahrelang auf Sankt Salusa in der Datenverwaltung tätig gewesen war.

„Was genau bedeutet das?“, fragte der Camerlengo nach. Obgleich ihm viele, vor allem ehemalige Mitläufer Decorians, als Erzprior ansprachen, verstand er sich weiterhin als nicht mehr als der „Premierminister der Kirche“. Er wusste, dass es wahrscheinlich unausweichlich war, vom kommenden Konklave zum Nachfolger Decorians gewählt zu werden – er hatte sich mit dieser wenig erquicklichen Perspektive bereits abgefunden. Aber es widersprach seinem Sinn für den richtigen Ablauf der Dinge, sich bereits jetzt so titulieren zu lassen. Bei Prekup musste er da keine Sorgen haben. Er entsprach dermaßen dem Klischee des Computergeeks, dass er nicht einmal auf die Idee gekommen war, sich respektvoll von seinem Platz zu erheben, als Serbald hineingeschneit gekommen war.

Das war diesem nur recht. Er war an Ergebnissen interessiert. Schade nur, dass auch Prekup ihm diese offenbar nicht liefern konnte.

„Also, die haben wirklich alles leergefegt. Ein effektives Säuberungsprogramm, und dort, wo ihnen das selbst zu riskant war, wurden die Speicher sogar physisch entfernt.“

Der Computerexperte wies auf die gähnenden Löcher in den Computerbänken des Rechenzentrums. Die Anhänger Decorians hatten sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Verkleidungen wieder zu verschließen.

„Sie hatten es eilig.“

„Ja“, meinte Prekup, „aber das war keine Panikreaktion, es war vorbereitet. Ich werde weiter am Ball bleiben, aber ich glaube nicht, dass ich allzu viel finden werde. Aber ein paar schlechte Nachrichten habe ich schon mal.“

„Wie wunderbar. Was wäre es denn?“

Prekup grinste.

„Die Kontodaten habe ich als erstes einer mehrfachen Triangulation unterworfen. Es sind so einige Milliönchen verschwunden, will ich meinen. Eine genaue Summe weiß ich noch nicht und fragen Sie mich bitte nicht nach dem Wohin, aber da hat sich jemand ein nettes Pölsterchen verschafft.“

Serbald verzog das Gesicht.

„Pölsterchen, ja?“

Prekups Grinsen wollte nicht verschwinden.

„Nun ja, auch das ist keine Panikreaktion, das ist offenbar Geschäftspolitik unter Decorian gewesen. Sie konnten es nicht völlig verschleiern, da sie den Schotter ja irgendwo abzweigen mussten, aber sie haben es geschickt gemacht. Eine ordentliche Buchprüfung hätte es sicher herausgefunden, aber so lange Decorian die Oberaufsicht hatte, konnten er und Asiano sich so manchen Reptilienfonds schaffen, der furchtbar legal aussah. Für Waisenkinder und so.“

Serbald sah aus, als hätte er auf eine Zitrone gebissen. Die gute Laune Prekups angesichts dieser doch eher betrüblichen Nachrichten wirkte auf ihn eher deplaziert.

„Wann kennen Sie die genaue Summe?“

„Och ja, ein bis zwei Tage müssen Sie mir noch geben. Ich habe ein Rudel meiner Softwarebots durch das System gejagt und sie hecheln den Fakten noch hinterher. Decorians Leute haben auch ein paar falsche Knochen ausgeworfen, die müssen erstmal abgenagt werden. Aber schauen Sie doch übermorgen mal wieder vorbei.“

„Ja“, erwiderte Serbald. „Das werde ich tun. Gibt es irgendeinen Hinweis auf den Ort, zu dem Decorian geflohen ist?“

Der Kurierkreuzer hatte sich absetzen können, ehe die Jäger der UHVO ihn erreicht hatten. Dante war nicht erfreut gewesen.

„Nun ja…“ Prekup kratzte sich an seinen Bartstoppeln.

Serbald wurde wach. Er hatte ein glattes Nein erwartet.

„Und?“

„Ich will mich da nicht festlegen, echt nicht. Aber ich habe da ein Log für einen Flugplan, offenbar in Vorbereitung der Flucht erstellt und dann nicht ganz so akribisch gelöscht. Ich hab nur mal drüber geschaut, aber ich fand es schon komisch, dass der Flug sozusagen ins Nichts ging – in ein unbesiedeltes System ohne Planeten. Arsch der Galaxis.“

Serbald musste sich beherrschen, um dem Mann nicht die Hände um den Hals zu legen.

„Das hätten Sie sofort melden müssen!“

„Jaja, aber es war so viel los und Ihre Jungs wollen alle fünf Minuten was anderes von mir“, bequemte sich Prekup zu einer Antwort. „Ich hab Ihnen mal die Koordinaten aufgeschrieben, vielleicht schicken wir mal wen hin.“

Der Mann reichte Serbald ein Stück Verpackung, das wohl einstmals ein Automatensandwich enthalten hatte. Er hatte ein paar Zahlen darauf gekritzelt. Serbald nahm es mit spitzen Fingern in Empfang.

„Danke“, sagte er leicht entnervt. „Übermorgen dann.“

„Yep!“, war die einzige Antwort, die er noch bekam. Prekup war bereits wieder in seine Arbeit vertieft.

Serbald rannte förmlich davon, das Papier vor sich haltend.

Mrz 17

Worum geht es?

In dieser Mini-Series kehrt Hal Jordan, die erste GL, wieder in die Reihen der Guten zurück.

Wie sieht das Buch aus?

Eine großformatige Paperbackausgabe der ursprünglichen Miniserie, natürlich wie erwartet schön gemacht.

Wie ist der Stil?

Der Zeichenstil wirkt mir manchmal ein wenig zu überladen, was sich auf die Storyführung auswirkt, die ist mitunter dadurch etwas konfus.

Was gefiel?

Die Rückkehr Hal Jordans ist für sich bereits ein Fest, die Tatsache, dass der gute alte Sinestro ebenfalls mitspielt und Hal dem doofen Batman eins aufs Maul gibt, waren positive Extrapunkte.

Was gefiel nicht so?

Dass die albernen Langweiler der Gerechtigkeitsliga gestört haben.

Zu empfehlen?

Green Lantern and Iron Man rule!!!!

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