Jan 31

Worum geht es?

Der junge Bauernsohn Breaker erklärt sich bereit, der Auserwählte Schwertkämpfer zu werden, einer von acht magisch aufgerüsteten Aufpassern, die seit Generationen darüber wachen, dass der das Land regierende Wizard Lord nicht austickt, und wenn doch, ihn umzubringen haben. Leider ist der aktuelle Lord ausgetickt und bedarf der Beseitigung.

Wie sieht das Buch aus?

Ein extrem generisches Fantasy-Cover. Mich langweilt sowas.

Wie ist der Stil?

Ich bin ein großer Fan von Watt-Evans, und zwar gerade wegen seines lebendigen und fesselnden Stils.

Was gefiel?

Die Grundidee, die sehr schöne Charakterisierung und das allmähliche Aufbrechen des Schwarz-weiß-Schemas, das man am Anfang erwartet.

Was gefiel nicht so?

Hm. Eigentlich nichts. Ein runder Roman.

Zu empfehlen?

Ich werde mir die beiden Folgebände des Chosen-Zyklus auf jeden Fall auch zu Gemüte führen. Sehr schöne und intelligente Fantasy.

Jan 28

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Jan 27

Heute bin ich beim Verfassen des zweiten Bandes der Kaiserkrieger-Trilogie bei der Marke von 75.000 Zeichen angekommen. Das ist erfreulich, wenngleich die Aussicht auf die Tatsache, dass ich damit nicht einmal 10 Prozent des Romans abgeschlossen habe, etwas Erschreckendes hätte, wenn mir das Schreiben nicht großen Spaß machen würde :)

Nach einer längeren Lesepause habe ich vor kurzem nicht nur zwei Romane recht fix durchgelesen und hier ja auch im Blog kurz erwähnt, ich bin auch beim dritten gut dabei, und diesmal habe ich mich wieder für die Fantasy entschieden, nämlich den ersten Band des Chosen-Zyklus von Lawrence Watt-Evans. Bisher bin ich sehr zufrieden, ich sollte die Folgebände schon mal auf meine Amazon-Wunschliste legen…

Jan 26

Worum geht es?

Ein junger Bruder des Deutschherren-Ordens bricht mit einer Karavelle nach Westen auf, um Amerika zu entdecken und für seinen Orden angeblich den Stein der Weisen zu erbeuten. Tatsächlich ist der Auftrag viel düsterer und nimmt einen verhängnisvollen Verlauf.

Wie sieht das Buch aus?

Das Cover von Timo Kümmel ist sehr stimmungsvoll und passt sehr gut zum Roman.

Wie ist der Stil?

Hans Herrmanns Erstling hat vor allem am Anfang ein paar stilistische Stolperer, aber dann wird der Roman sehr lesbar, vor allem, weil die Sprache in ihrem Rhythmus der Zeit entspricht, in der der Roman spielt.

Was gefiel nicht so?

Da der Roman eine Art Reiseerzählung ist, fehlt im tatsächlich der Spannungsbogen und das führt zum Eindruck, dass er manchmal arg vor sich hin plätschert.

Was gefiel?

Idee, Charaktere, historische Beschreibungen, und eine wohltuende Kürze, die die Geschichte nicht unnötig aufbläst.

Zu empfehlen?

Wer sich für phantastisch-historische Romane interessiert, ist hier gut bedient und sollte zugreifen.

Jan 25

Von der Manuskriptfront gibt es gute Nachrichten. Zum einen habe ich dieses Wochenende meine Hälfte von Rex Corda # 22 fertiggestellt, was Redakteur Manfred Rückert, da bin ich sicher, in ekstatische Zustände versetzen wird, nicht zuletzt deswegen, weil ich den Text deutlich vor Abgabetermin eingereicht habe. Sowas kommt immer gut und sichert anhaltendes Wohlwollen. Deutlich nach meinem selbst gesetzten Abgabetermin ging dieses Wochenende “Tentakelsturm” an den Atlantis-Verlag, nachdem ich endlich alle handschriftlichen Korrekturen in die Datei gehämmert habe. Die Verwendung der Stilkontrolle von “Papyrus Autor” - ich habe berichtet - erwies sich als sowohl hilfreich wie auch zeitaufwendig, denn jetzt habe ich u. a. erfahren, dass ich eine starke Leidenschaft für das Wort “letztlich” zu haben scheine, da dieses von mir sicher 100mal aus dem Text gelöscht werden musste (ein klassisches Füllwort). Aber, es ist vollbracht. Jetzt geht alles seinen sozialistischen Gang, ich kann mich allerlei Übersetzungen und der Fortsetzung der “Kaiserkrieger” widmen.

Jan 24

Worum geht es?

Eine irdische Expedition, bestehend aus Wissenschaftlern, ein paar Marines und einer Ökopolizistin, forscht nach, was aus der Kolonie einer fundamentalistischen Sekte geworden ist, nur um herauszufinden, dass man mit gleich drei außerirdischen Völkern zu tun bekommt - und einem Wächter dieser Welt, der den Begriff “Umweltverschmutzung” sehr eng auslegt. Romanerstling einer Autorin, die v. a. für ihre Star-Wars-Romane bekannt geworden ist.

Wie sieht das Buch aus?

Ein nicht uninteressantes Cover ziert dieses amerikanische Taschenbuch.

Wie ist der Stil?

Karen Traviss’ Debutroman zeugt bereits von erstaunlicher stilistischer Reife und der Lust am Erzählen.

Was gefiel?

Das Setting ist ebenso interessant wie die nicht schlecht erschaffenen Charaktere.

Was gefiel nicht so?

Die Handlung zieht sich stellenweise etwas hin und nicht immer will der Funke zum Leser überspringen.

Zu empfehlen?

Wer eine intelligente Mischung aus Mil- und Öko-SF lesen will, sollte sich an diesem Band versuchen.

Jan 21

Hammas doch gewusst! Aktuelle Bilder unserer unbeirrbaren Roboter, die wir in Vorbereitung der großen Invasion auf den Mars geschickt haben, beweisen nun, dass die feigen Marsianer, zitternd vor Furcht ob des drohenden Unheils, vor Ankunft unserer Einheiten alles zerstört und sich in unterirdische Städte zurückgezogen haben - nur einen Holzbalken ihrer Eisenbahn haben sie liegen gelassen.

HA!

WIR KRIEGEN EUCH ALLE, ALIEN-GEZÜCHT!!!

Jan 20

Ich hatte Anfang diesen Monats ja bereits angedeutet, dass es zu meinen Aufgaben im neuen Jahr gehöre, ein neues Fahrzeug zu erwerben. Nee, nix Abwrackprämie, ich habe mir einen Gebrauchten aus südkoreanischer Fertigung gekauft. Da dieser aber zudem noch, Globalisierung sei Dank, aus dem französischsprachigen Ausland stammt (davon gibt es hier im Saarland recht viel in der Nähe), hatte der Wagen kein Handbuch, zumindest kein deutsches. Dafür aber ist das Armaturenbrett voller Knöpfe und Schalter, so dass ich jedesmal, wenn ich fahre, unwillkürlich das Bedürfnis habe “Bin fast daaa…” vor mich hin zu murmeln. Also habe ich ein Handbuch nachbestellt, was auch problemlos möglich war. Und gleich der erste Blick auf das Cover war ausgesprochen verheißungsvoll:

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Das hört sich doch schon mal gut an :)

Jan 15

Wer ein Blog mit offener Kommentarfunktion betreibt - so wie ich -, wird unausweichlich mit Spameinträgen konfrontiert. Dass diese in diesem Blog gar nicht erst auftauchen, hängt vor allem damit zusammen, dass ich jeden Kommentar erst händisch freischalte und eine Blacklist mit Begriffen unterhalte, die gemeinhin in Spameinträgen auftauchen. Dennoch ist diese Blacklist nicht perfekt, und so sendet mir das System ständig Emails mit dem Hinweis auf neue Kommentareinträge, bei denen es sich halt größtenteils um Spam handelt. Interessanterweise konzentrieren sich diese Spamroboter auf einen ganz bestimmten Blogeintrag, der jetzt schon eine Weile her ist, aber eine magische Anziehungskraft auszuüben scheint. Der Eintrag war übertitelt mit “Oliver Naujoks, Fantasy-Schriftsteller” und 99 % des Spams landet in Kommentaren exakt dieses Beitrages. Als zutiefst abergläubiger Mensch ist das für mich ein spirituelles Zeichen, das Oliver ermutigen soll, sein Manuskript endlich abzuschließen.

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Hier der Beweis aus meiner Spam-Email-Inbox. Oliver, höre die Signale!!!

P.S.: Olivers Blog feiert übrigens Geburtstag!

Jan 14

Wie Ihr ja wisst, bin ich ein großer Freund von alternative-history-Szenarien, schreibe ich doch seit Jahren selbst an einem. Der britische GUARDIAN hat das jetzt auch mal gemacht: Ein Rückblick auf acht Jahre US-Präsident Al Gore. Liest sich richtig gut :)

In other news: Rex Corda # 22 macht sehr gute Fortschritte, ich werde das Manuskript nächste Woche abgeschlossen haben. Im zweiten Teil meiner Kaiserkrieger habe ich mit dem vierten Kapitel begonnen und ich übersetze weiterhin fleißig John Normans Romane, bei denen ich übrigens jetzt gut verstehe, warum sie bei Heyne gekürzt erschienen sind - der Mann ist ein gnadenloser Zeilenschinder. Meine Herren, davon kann ich noch eine Menge lernen :)

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