Mrz 30

Worum geht es?

Im dritten Teil des Merrimack-Zyklus kommt man einem tot geglaubten Verräter auf die Spur und dringt in das Zentrum der Hive-Aktivitäten vor.

Wie sieht das Buch aus?

Hypsch silbern.

Wie ist der Stil?

Ich habe ja bereits erwähnt, dass Meluchs Stil in mancherlei Hinsicht gewöhnungsbedürftig ist - sie schreibt definitiv anders als die anderen MilSF-Autoren. Aber wenn man erstmal drin ist, gefällt es, mir zumindest.

Was gefiel nicht so?

Manche der Charakterisierungen sind wirklich nach der Methode Holzhammer gestrickt.

Was gefiel?

Das mit dem Spannungsbogen hat die Autorin wirklich raus.

Zu empfehlen?

Den vierten und offenbar letzten Band des Zyklus’ werde ich mir ganz sicher auch noch zulegen.

Mrz 29

Beim Entrümpeln ist mir neulich eine schöne Grafik in die Hände gefallen, und zwar aus dem Jahr 1992. Damals war ich damit beschäftigt, meinen Magister-Abschluss zu basteln und das Thema meiner Magisterarbeit war der Bürgerkrieg in Liberia. Um auch dem Fandom zu demonstrieren, dass ich gerade furchtbar beschäftigt war, habe ich mir von Matthias Langer damals eine Zeichnung machen lassen, die ich mir auf ein T-Shirt habe drucken lassen. Das Shirt ist längst den Weg allen Irdischen gegangen, aber dass ich die Vorlage noch habe, wusste ich gar nicht. Also hier, als kleiner Blick zurück in eine Zeit, in der ich es noch wert war, dass man Cartoons mit mir macht:

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Mrz 28

Wie jeder weiß, gibt es einen Verlag für eBooks, der u. a. auch sehr viel SF im Programm hat, nicht zuletzt die eBook-Ausgabe von “Rettungskreuzer Ikarus”. Vor kurzem hat Peter Hopf, der Initiator und Chef von vph-ebooks.de den Staffelstab an Thomas Knip weitergegeben, der viel vor hat. Dazu gehört, dass seit heute die alte Seite durch eine neue - und einen neuen URL - ersetzt worden ist: www.story2go.de heißt das Ganze jetzt. Neben den bekannten eBook-Formaten werden die Texte nun auch für das Handy darstellbar gemacht, was hoffentlich weitere Käuferschichten erschließt. Auch “Rettungskreuzer Ikarus” gibt es demnächst für das iPhone… Es lohnt sich, mal einen Blick auf die neu gestalteten Seiten zu werfen.

Peter Hopf selbst macht übrigens weiter, aber in etwas traditionelleren Bahnen: Sein Buchprogramm gibt es schon seit einiger Zeit auf totem Baum.

Mrz 27

Guido Latz ist, das wird jeder wissen, der ihn einmal persönlich kennengelernt hat, keiner, der sich in den Vordergrund drängt oder zum Protzen neigt. Das ist ein sehr sympathischer Charakterzug, führt aber leider im Umkehrschluss oft genug dazu, dass er hin und wieder auch sein Licht unter den Scheffel stellt. Als ich kürzlich darauf hinwies, dass 2009 doch eigentlich ein Jubeljahr ist, bekam ich von ihm das E-mail-Äquivalent eines Achselzuckens.

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So geht das nicht.

Vor zehn Jahren hat sich Guido Latz gedacht, an seine alten Aktivitäten als Fan-Herausgeber anzuknüpfen, nur diesmal eine Stufe darüber. Ein wesentlicher Grund für diese Überlegung war die Tatsache, dass der Buchgrossist Libri mit seinem “book-on-demand”-Verfahren erstmals groß an die Öffentlichkeit gegangen war, und Guido, der alles andere als auf den Kopf gefallen ist, darin sofort eine Chance sah, günstig “richtige” Bücher herstellen zu können. Zu seinen ersten Projekten gehörte die materielle Form der Online-Horror-Serie “Frank MacLachlan”, aber bereits das zweite Projekt ist eines, das zu einem der Markenzeichen dessen geworden ist, was sich heute Atlantis-Verlag nennt: “Rettungskreuzer Ikarus”. Band 1 war für Oktober 1999 geplant, es wurde dann Januar 2000 (weil Libri nicht so schnell war), aber die Verlagsarbeit begann definitiv im Jahr vor dem Erscheinen, und damit feiert der Atlantis-Verlag (zu seiner Gründung noch unter dem Namen “Arkham Press” firmierend) in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum.

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Wer die Entwicklung dieses Kleinverlages verfolgt hat, wird feststellen, dass sich in diesen zehn Jahren eine Menge getan hat. Obgleich Guido hin und wieder immer noch von etwas seltsamen herausgeberischen Anwandlungen befallen wird, kann man ohne Zweifel feststellen, dass diese zehn Jahre einen permanenten Prozess der Professionalisierung und Expansion darstellten. Angefangen als “Serienverlag” sah Guido recht bald das Licht und eröffnete die “Allgemeine Reihe”, die in kürzester Zeit zum Schwerpunkt des Verlagsprogrammes wurde (eigentlich ist von den ganzen Serienexperimenten mehr oder weniger nur noch “Rettungskreuzer Ikarus” übrig geblieben). Mit internationalen Autoren, Nominierungen und Gewinnen von deutschen SF-Preisen und Manuskripteinsendungen, die eben nicht mehr nur den hoffnungsvollen Jungautor repräsentieren, sondern auch so manchen “gestandenen” Schriftsteller, hat sich der Verlag in der Szene einen respektablen Platz erarbeitet.

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Natürlich ist und bleibt Atlantis ein “Kleinverlag”. Aber wenn man sich die letzten zehn Jahre ansieht, und wenn man sich erlaubt, ein wenig zu extrapolieren, wo er in zehn Jahren stehen wird, dann kann man schon noch einiges erwarten. Ich habe bei Atlantis von Anfang an mitgemacht (weswegen man mich manchmal für einen Verlagsrepräsentanten hält, der ich eigentlich nicht bin), und es war manchmal aufregend, manchmal frustrierend und manchmal nervig (vor allem dann, wenn Generaldirektor Latz seine phlegmatische Phase hat und man ihm am liebsten in den Hintern treten würde). Aber es waren vor allem spannende, positive, spaßige und sicherlich stolze zehn Jahre, die Lust auf mehr machen.

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2009 zeigt bereits, wohin die Reise geht: Mit Romanen von Oliver Henkel, dem Meister des deutschen Alternativwelt-Romans, mit Nominierungen zum KLP (für “Alles bleibt anders” von Siegfried Langer), mit der Weiterführung des von Heyne gecancelten Liaden-Zyklus von Sharon Lee & Steve Miller sowie einem bisher in Deutschland unveröffentlichten Roman von Robert Asprin… und es kocht, das darf ich sagen, noch so manches in den Töpfen des Verlages, was den Leserinnen und Lesern hoffentlich - nein, bestimmt! - munden wird.

Zehn Jahre Atlantis-Verlag.

Das hast Du gut gemacht, Guido!

Mrz 26

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Mrz 25

Wie das so ist, wenn man nach zwei Wochen erstmals wieder im Büro sitzt: es gibt so viele Baustellen, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst anfangen soll. Die Tatsache, dass der offizielle Frühlingsanfang bisher jedenfalls keine entsprechenden Temperaturen gebracht hat (wie war das gleich nochmal mit der Klimaerwärmung??), hat sicher auch einen Beitrag dazu geleistet. Immerhin: Die Übersetzung von Gor # 4 macht dergestalt Fortschritte, dass ich fleißig dabei bin, sie einem internen Qualitätsmanagement zu unterziehen, ehe sie an den Basilisk-Verlag geht. Mit der Übersetzung von # 5 habe ich bereits begonnen. Ausgedruckt neben mir liegt das Manuskript von “Plan B” von Sharon Lee & Steve Miller, das Ende des Jahres bei Atlantis unter dem Titel “Flucht nach Lytaxin” erscheinen wird. Ich werde noch diese Woche mit der Übersetzungsarbeit daran beginnen. Ebenfalls noch auf meinem Stapel liegt eine Kurzgeschichte für die MilSF-Anthologie.

Begonnen habe ich auch mit dem Lektorat der Storys für besagte Anthologie. Am Freitag werde ich die ersten bemalten Manuskripte, ganz herkömmlich auf totem Baum, an die Autoren senden. Ich hoffe, bis irgendwann nächste Woche mit allen durch zu sein.

Erschienen ist übrigens pünktlich zum DortCon die sechste Ausgabe von “Phase X”, darin enthalten eine Kurzgeschichte von Alastair Reynolds, die ich übersetzen durfte.

Wie Ihr Euch denken könnt, hat mich all dies zumindest bis jetzt eher davon abgehalten, weiter an meinen eigenen Manuskripten zu arbeiten. Ich hoffe, mich irgendwann diese Woche aber doch noch dazu aufraffen zu können, das hängt vom generellen Arbeitsaufwand ab. Nach Aussagen von Generaldirektor Latz werde ich irgendwann demnächst auch meinen lektorierten “Tentakelsturm” zurück bekommen, an den ich mich dann auch nochmal setzen muss, denn der Roman soll nun endlich im Mai erscheinen. Dazu noch eine kleine Vorankündigung: Weil ich immer von meinen erfolgreicheren Kollegen lernen möchte, will ich jetzt auch einen Trailer zum Buch haben. Hierzu haben mir sowohl Uwe Post wie auch Charly Friedhoff ihre Hilfe zugesagt bzw. bereits erteilt. Ich hoffe also, irgendwann im Mai auch mal sowas zeigen zu können. Bis dahin habe ich vielleicht auch herausgefunden, wie ich so ein Video eigentlich in mein Blog einbinden kann (ja, lacht nur, aber ich habe da echt von Tuten und Blasen keine Ahnung).

Ansonsten meinte Walter H. Hunt in seinem Blog noch, ich hätte während des Interviews versucht, ihn etwas aus dem Konzept zu bringen. Ich weiß echt nicht, was er meint :) Dr. Florian Breitsameter hat Videos des Interviews hier online gestellt, überzeugt Euch selbst!!
Demnächst also mehr. Ich bleibe am Ball :)

Mrz 24

In Litauen habe ich in drei Buchhandlungen gesucht, ob sich litauische Phantastik-Autoren finden lassen, doch die Buchhändlerinnen konnten mir leider nicht weiter helfen. Stattdessen habe ich dann nochmal zwei dieser kreischend bunten Armada-Hardcover aus Russland gekauft, einfach weil… naja, siehe den Titel dieses Postings.

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von vorne… und von hinten:

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Und noch eines:

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Mrz 23

Einen habe ich noch - oder vielmehr Dr. Florian Breitsameter, der mich in der Cafeteria des DortCons dabei gefilmt hat, wie ich die Fanmassen für “Rettungskreuzer Ikarus” zu begeistern trachtete…

Ein Grund mehr, auf Cons zu kommen: Ich habe immer ein paar Geschenke parat…

Mrz 23

Achim Hiltrop ist zuverlässig wie, naja, wie Achim Hiltrop eben, und er hat mir ein paar Fotos geschickt, die ich schlecht selbst hätte machen können:

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Ich bei meiner Lieblingsbeschäftigung: Meine eigenen Bücher gut finden!

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Ich bei meiner zweitliebsten Beschäftigung: Arno Behrend ein Glas Wasser eingießen. Der Typ ganz links ist Walter H. Hunt, der die ganze Zeit so gut Deutsch sprach, dass ich mit meinem Englisch gar nicht richtig angeben konnte.

Mrz 22

Ein paar Impressionen vom DortCon, den ich gestern besucht habe. Viele Fotos habe ich nicht gemacht. Wie auch vor zwei Jahren, war der Con spaßig und ich habe mit vielen netten Leuten gesprochen. Höhepunkt war sicher, dass ich mit Arno Behrend den Ehrengast Walter H. Hunt befragen durfte. Das war lustig, obwohl Christian Spliess dauernd dazwischen geredet hat. Manche Leute haben einfach keine Manieren. Von mir selbst habe ich aber keine Fotos gemacht, aber Achim Hiltrop wollte mir noch eines schicken, das kommt dann später. Also hier ein paar kleine kommentierte Einblicke.

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Der SFCD war auch mit einem Stand vertreten und überzeugte durch geschicktes Marketing.

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Armin Rößler, unrasiert wie immer, versuchte verzweifelt, hilflosen Conbesuchern Bücher zweifelhaften Werts anzudrehen. Assistiert wurde er dabei von Frau Generaldirektor Wurdack. Armin hat übrigens - denn ICH halte ja meine Versprechen - eine Tentakeltasse bekommen. Die hat er sofort versteckt, weil er sich schämt.

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Uwe Post liest. This picture is sponsored by Atlantis-Verlag, damit mehr Leute “Symbiose” kaufen.

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Top-Autor Martin Kay, links im Bild, hinter dem Stand des Atlantis-Verlages. Generaldirektor Latz wirkte frühzeitig sehr ermattet, Geldzählen kann einem echt die letzten Kräfte kosten.

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Die Herren Generaldirektoren Latz, Wurdack und Körber nutzten die Gelegenheit, um die vollständige Übernahme der SF-Szene zu diskutieren. Angesprochene Geschäftsmodelle waren die Buchabwrackprämie sowie ein SF-Kartell. Please stay tuned.

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Charly Friedhoff saß hinter seinem Tisch und wartete auf Autoren, die verfilmt werden wollen.

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