Jun 30

Gestern war ich mit vier Elfjährigen (und ausreichend Erziehungsberechtigten…) im zweiten Transformers-Teil. Ich wusste vorher, dass a) der Film ätzende Kritiken bekommen hatte und b) sich bereits kurz nach dem Start als Gelddruckmaschine entpuppte. Nachdem ich die 2 1/2 Stunden abgesessen hatte, wusste ich auch c) warum es a) und b) gab. Der Film hat eine völlig sinnlose Handlung, aber

  • eine weibliche Hauptdarstellerin, die echt süß ist
  • eine sehr scharfe Terminatrix, von deren Zunge man sich gerne mal verwöhnen lassen möchte
  • viel Geballer
  • viele sich balgende Roboter
  • viel Geballer
  • viele sich balgende Roboter
  • eine sehr scharfe Terminatrix, von deren…

You get my point?

Jun 29

Ja, einige haben gemosert - vor allem jene, deren Werke von der Jury nicht auf die Vorschlagsliste gesetzt worden sind. Einige haben das Prinzip dieser Liste gar nicht verstanden und gar frech behauptet, sie seien für den DPP nominiert worden - dabei wissen wir erst jetzt, wer tatsächlich auf der Nominierungsliste stehen wird. Die eigentliche Abstimmung beginnt in Kürze, also bleibt wachsam.

Was wir schon sagen können, ist, dass sich die Vorschlagsliste als sehr hilfreich und sinnvoll bewiesen hat. Die Anzahl der Nominierungen insgesamt sowie pro Abstimmendem ist rasant nach oben geschnellt - wir haben die 4000er-Marke offensichtlich überschritten. Zum Schluss waren in einigen Kategorien mehr als 50 Nominierungen notwendig, um noch den Sprung in die TOP 5 zu schaffen. Wir sind mit diesem Ergebnis außerordentlich zufrieden, und das alles trotz der technischen Probleme, für die wir uns natürlich zu entschuldigen haben (wir werden dafür sorgen, dass sie sich im kommenden Jahr nicht wiederholen).

Jun 26

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich mich dazu äußern sollte oder nicht. Es geht dabei eindeutig in eine politische Richtung, und Politik ist etwas, was ich aus diesem Blog eigentlich heraushalten möchte. Andererseits betrifft es etwas, was sehr viel mit meiner Tätigkeit als Schriftsteller zu tun hat. Es geht um die Diskussion, die hier in Deutschland nicht zuletzt durch den Wahlkampf der “Piratenpartei” angestoßen worden ist, um die Frage der freien Zugänglichkeit von geistigen Produkten vor allem im Internet. Bevor ich etwas dazu sage, zwei Disclaimer:

1. Ich finde, dass die Vorgehensweise von bekannten Autoren wie Cory Doctorow oder von wichtigen SF-Verlagen wie Baen, vor allem eBooks kostenfrei zum Download anzubieten, sehr sympathisch ist und wohl in beiden Fällen auch letztlich ökonomisch einen Sinn gemacht hat, da viele auf ein gedrucktes und gebundenes Exemplar nicht verzichten wollten bzw. viele sich durch eBooks haben anfixen lassen, Folgeromane, etwa im Falle längerer Zyklen, dann käuflich zu erwerben. No sweat. Das kann klappen, oder auch nicht, und das soll jeder selbst entscheiden. Die Betonung liegt auf dem letzten Halbsatz. Dazu komme ich gleich.

2. Im wissenschaftlichen Bereich, in dem ich auch veröffentliche, sieht die Situation manchmal etwas anders aus als im belletristischen. Hier erscheinen viele Werke von Autoren, die für die Erstellung dieser Werke bereits anderweitig subventioniert wurden: Durch Übernahme von Druckkostenzuschüssen durch öffentliche Geber, durch eine Bezahlung über ein Gehalt für die wissenschaftliche Tätigkeit, durch die fast schon garantierte Abnahme vieler Exemplare durch aus öffentlichen Geldern finanzierte Bibliotheken. Hier ist es zumindest nachvollziehbar, das, was durch Steuermittel finanziert wurde, auch einfacher der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darauf hinzuweisen ist aber auch, dass es genügend wissenschaftliche Werke gibt, die nicht auf diese Weise alimentiert worden sind und keinerlei öffentliche Förderung erhalten haben. Bei diesen halte ich eine pauschale Freistellung der Veröffentlichung im Internet, ohne entsprechende Vergütung von Autor und Verlag, für mindestens fragwürdig.

Ich möchte hier keine lange Diskussion über den Begriff des geistigen Eigentums führen. Es gibt Leute, die behaupten, das gäbe es gar nicht. Wer sich auf dieser Behauptung versteift, verlässt für ein Gespräch mit mir jede gemeinsame Argumentationsgrundlage. Ich bin jedoch bereit, auf der Basis des deutschen Urheberrechts zu argumentieren. Dieses unterscheidet zwischen dem eigentlichen Urheberrecht und dem Verwertungsrecht. Was die Piraten und ihre Apologeten fordern, ist, letztendlich, das, was Google Books versucht hat, durch die normative Kraft des Faktischen durchzusetzen: Das Urheberrecht als Recht zweiten Ranges irrelevant zu machen, indem man das Verwertungsrecht ad absurdum führt. Die euphemistische Argumentation lautet dann: Nein, das Urheberrecht wollen wir doch gar nicht antasten - wir wollen nur freien Zugang zum Produkt für alle.

Als Lösung für das automatisch auftretende ökonomische Problem - wovon sollen Autoren eigentlich leben, wenn sie ihre Erzeugnisse doch umsonst für alle ins Netz stellen sollen? - werden dann bemerkenswert absurde Modelle wie die sog. Kulturflatrate ventiliert. Das ist im schlimmsten Falle finsterste Gleichmacherei. Wie soll denn wohl das Geld, das durch diese Flatrate erwirtschaftet wird, verteilt werden? Bekommen Dan Brown und Dirk van den Boom etwa die gleiche Summe, unabhängig davon, dass Dan Brown millionenfach gelesen wird, Dirk van den Boom aber nicht? Gibt es eine Kulturbehörde, die anhand von irgendwelchen Kriterien festlegt, welches Werk würdig ist und welches weniger? Soll es so eine Art garantiertes Grundeinkommen für “Kulturschaffende” geben (wer auch immer dann definiert, wer das sein soll)? Eine bemerkenswert alberne Vorstellung: Genauso, wie ich das lebenslange Risiko eingehe, durch die Schriftstellerei meine Zeit zu verschwenden, weil ich nie richtig Geld damit verdienen werde, möchte ich mir die Chance offenhalten, einen Bestseller zu verkaufen und scheißenreich dadurch zu werden. Wie soll das denn klappen, wenn mein Verwertungsrecht nichts mehr wert ist und ich mein Urheberrecht nicht einklagen kann? Nein, nicht alle Schriftsteller träumen vom sozialistischen Ideal des Einheitseinkommens. Wenn meine Romane nicht gelesen werden, dann verdiene ich es, auch ökonomisch an ihnen zu scheitern. Wenn sie gelesen werden, dann verdiene ich es, mein Konto auf diese Art und Weise zu füllen, bis es aus den Nähten platzt. Alles andere wäre Betrug an den Erfolgreichen und Subvention für die Unfähigen und wird von mir auf das Schärfste abgelehnt.

Ich bin froh über die aktuelle Diskussion zu Datenschutz und invasiven Eingriffen eines Schnüffelstaates in den Privatbereich. Aber die unheilvolle Verquickung mit der Forderung nach einer de facto Abschaffung des Urheberrechts ist für mich als Schriftsteller unerträglich.

Weitere Äußerungen dazu wird es von meiner Seite nicht geben. Ich denke, dass ich meinen Standpunkt klar gemacht habe.

Jun 25

… wenn es einfach so gut wie nichts zu erzählen gibt? Ich blende einfach mal den schönen Fortschrittsbalken ein, der heute beim dritten Kaiserkrieger-Roman sichtbar wurde. Mehr weiß ich wirklich nicht :(

Balken.jpg

Jun 23

Alastair Reynolds hat gerade einen Zehn-Romane-Vertrag über 1 Mio. Pfund unterzeichnet.

GUUUIIIDOOOOO!!!!!!

Jun 22

Unbenannt-Scannen-01.jpg

Jun 18

2012 soll der erste kommerzielle Raumhafen in New Mexico eröffnet werden. Das Ticket für einen Suborbitalflug werde ich mir zwar nicht leisten können, aber zumindest mal den Raumhafen besuchen - da werde ich möglicherweise nicht der einzige SF-Fan sein, der sich das ernsthaft überlegen könnte :) Die Planungsgrafiken sehen jedenfalls schon mal recht beeindruckend aus.

Ich habe die Website meiner Tentakeltrilogie einem Redesign unterzogen. Wer mal einen Blick riskieren möchte.

Eine erste Version meiner Website zum Kaiserkrieger-Zyklus ist ebenfalls online. Das wird grafisch noch etwas verändert, und zwar in den nächsten Tagen, und inhaltlich ist auch noch nicht soo viel zu sehen. Aber es ist ein Anfang. Beim, nach neuer Zählung, dritten Band des Zyklus habe ich die Marke von 350.000 Zeichen überschritten. So wird das was.

Ich habe heute die Übersetzung von Gor # 5 abgeschlossen. Das soll, wie man mir sagte, einer der besseren Gor-Romane von Norman gewesen sein. Na gut. Jetzt noch einmal korrekturlesen und dann ab ins Lektorat. Dann mache ich erst einmal etwas Gor-Pause, der Liaden-Roman für Atlantis muss fertig. Da gibt es auch keine angeketteten Sklavinnen…

Jun 16

Das sollte ich vielleicht doch mal erwähnen: “Tambu” von Robert Asprin ist mittlerweile bei Atlantis erschienen, proudly translated by yours truly. Ich kann den Roman nur empfehlen, der macht durchaus Spaß und er ist gleichzeitig eine Hommage und Dokumentation des Lebenswerkes des leider viel zu früh verstorbenen Autors.

tambu.jpg

Jun 15

Das Warten und Überlegen hat diesmal etwas länger gedauert. Der eigentliche Grund, warum ich meine “Kaiserkrieger” - ehemals eine Trilogie, aber dazu komme ich gleich - bei einem Kleinverlag nicht habe unterbringen können, lag nicht zuletzt am Umfang: 1.100.000 Zeichen pro Band sprengen Budget wie auch die Buchbindefähigkeiten der Digitaldruckmaschinen, mit denen die Werke zumeist produziert werden. Nun habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, die notwendige Konsequenz daraus zu ziehen: Ich habe den ersten Kaiserkrieger-Roman in zwei gleiche Hälften geteilt, und damit war auch der Knoten gelöst. Das heißt aber auch, siehe oben, dass aus der geplanten Trilogie ein Sechsteiler wird, und damit das mithin größte Projekt, das der Atlantis-Verlag bisher gestemmt hat. Und ich natürlich auch. Praktischerweise liegen dem Verlag damit aber schon zwei fertige Romane sowie ein fast abgeschlossener dritter Teil vor. Man kann also bald in die Produktion gehen. Wann genau der erste Roman unter dem Titel “Kaiserkrieger - Die Ankunft” erscheinen wird, kann ich noch nicht sagen, aber Guido hat noch einiges an Publikationen “auf Halde”, so dass vor 2010 nicht damit zu rechnen sein dürfte. Der Roman wird sowohl im normalen Trade Paperback wie auch als Hardcover-Ausgabe in der “Edition Atlantis” erscheinen. Weitere Informationen folgen, sobald ich sie selbst habe.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass dieser Entscheidung fruchtlose Versuche vorausgingen, das Manuskript bei großen Publikumsverlagen zu vermarkten. Im Gegensatz zu anderen Autoren erlaube ich mir aber, diese Fruchtlosigkeit nicht in ein Verlagsbashing umzumünzen. Möglicherweise hätte ich meine Chancen erhöht, wenn ich meinen Kleinen Kreuzer mit Orks bemannt hätte, während das Römische Reich im Bann einer Gruppe romantischer Vampire gestanden hätte. Oder auch nicht. Es ist müßig, darüber zu spekulieren. Die Taschenbuchrechte der “Kaiserkrieger” liegen weiterhin bei mir :)

Worum geht es also in dem Sechsteiler?

Kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs: Der Kleine Kreuzer Saarbrücken bricht aus Wilhelmshaven auf, um seine letzte große Fahrt anzutreten, bevor er außer Dienst gestellt wird. Doch auf der Höhe von Portugal gerät das alte Schiff in ein rätselhaftes Phänomen - und der Kreuzer der kaiserlich-wilhelminischen Kriegsmarine findet sich unversehens im Mittelmeer wieder, gut 1500 Jahre in der Vergangenheit, zu einem historischen Zeitpunkt: wir schreiben das Jahr 378, den Anfang des Endes des Weströmischen Reiches, den Beginn der Völkerwanderung… Die Mannschaft der Saarbrücken entschließt sich, die Hände nicht in den Schoß zu legen, sondern für sich selbst eine sinnvolle Aufgabe in der Vergangenheit zu finden. Sie waren vorher die Krieger des Kaisers, warum sollten sie es nicht auch hier werden…

Eine Website zum Zyklus ist in Vorbereitung und wird online gehen, sobald ich genaueres über den Erscheinungstermin weiß und evtl. ein erster Coverentwurf für den ersten Band vorliegt.

Jun 14

Worum geht es?

Im neuesten Roman des Lost-Fleet-Zyklus kehrt die Allianzflotte unter dem Kommando von Captain Geary endlich wieder in die Heimat zurück - wenn auch mit gewissen Schwierigkeiten.

Wie sieht das Buch aus?

Ein generisches SF-Cover.

Wie ist der Stil?

Lasst es mich mal so sagen: Ich habe das Buch von meinem SUB genommen, nur “um mal reinzuschauen”. Am frühen Abend hatte ich es dann durch.

Was gefiel nicht so?

Vielleicht war das erfolgreiche Vorgehen in diesem Band etwas zu leicht, ich weiß nicht.

Was gefiel?

Dass der Roman, wie auch die Vorgängerbände, ein absoluter Pageturner war.

Zu empfehlen?

In der Tat. Nice stuff, Mr. Campbell. I want more.

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