Jul 28

Die meisten Leute haben das U-Wort, ich nicht. Wie gut, denn dann kann ich was in mein Blog schreiben. Hinweisen wollte ich erst einmal auf die neue Ausgabe von AndroXine, erstellt von Michael Haitel, den ich vor vielen Jahren noch als Mychael Wallensteyn kannte. Das waren noch Zeiten. Was sich seitdem nicht verändert hat, ist Michaels Lust am Erstellen möglichst gefällig aussehender Publikationen (erinnert sich noch jemand an DARK STAR # 5?), und die dritte Ausgabe von androXine ist ein schönes Beispiel dafür. Die Ausgabe ist hier als pdf zum Download bereit.

Die Arbeit an der MilSF-Anthologie geht weiter plangemäß voran. Ich hoffe, in diesen Tagen mit der Überarbeitung und Erweiterung meines einschlägigen Artikels aus “phantastisch!” beginnen zu können, der den Abschluss des Bandes darstellen soll. Nein, uns ist immer noch kein Titel eingefallen. Ich glaube, wir überlassen das Guido, dem fällt immer was ein, wenn er unter Druck gesetzt wird.

Während das bei mir gar nichts nützt, deswegen habe ich auch seit dem Wochenende keine sinnvolle Zeile zu Papier gebracht - nur “richtige” Arbeit ist vorangeschritten. Es scheint, als hätten Motivation und Muse einen Urlaub auf Mallorca gebucht und sich auch gleich noch die Schweinegrippe abgeholt. Also warte ich mal darauf, bis sie gesund wieder nach Hause kommen…

Jul 26

Bevor ich mit Familie & Schwiegervater an diesem offenbar mit gutem Wetter gesegneten Sonntag in das nahe Frankreich aufbrechen werde, um einen Kaffee trinken zu gehen, noch ein kleiner Eintrag. Ich habe mir gestern einen mächtigen Tritt in den Hintern gegeben und mit meinem neuen Ikarus-Roman angefangen. Mal gucken, wie lange der Schmerz vorhält und wann ich wieder ausholen muss.

Guido Latz hat mir einen Tentakelsturm-Banner gemailt, der ab jetzt in schöner Beharrlichkeit dieses Blog zieren wird, bis Ihr alle - alle!!! - den Roman gekauft habt oder ich den Anblick auch nicht mehr ertrage. Mal schauen, was zuerst eintritt.

Gestern habe ich auch bei meinem Ersteigenlektorat von “Eobal” gute Fortschritte gemacht, ein toller Roman, der einen Verlag verdient hat :) Ihr braucht gar nicht zu hoffen, dass das Gequengel aufhört, ehe ich nicht auch einen gefunden habe :)

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Jul 24

Es ist Freitag und das Wochenende steht bevor. Ein paar Gedanken noch, bevor ich mich wieder an die heutige Arbeit mache.

Im Blog zu meinem “Kaiserkrieger”-Romanzyklus habe ich mit einer Reihe von Artikeln begonnen, in der ich auf interessante und manchmal seltsame Dinge hinweise, die ich im Rahmen meiner historischen Recherchen herausgefunden habe und die ich für bemerkenswert halte (wenngleich sie für die Romane nicht immer relevant sind). Ich werde das in sehr lockerer Folge fortsetzen, mehr als 2-3mal im Monat werde ich dort nichts einstellen, ehe der erste Band nicht erschienen ist.

Im Eigenlektorat meiner Space Opera “Eobal” bin ich noch nicht voran gekommen. Zur Zeit ist das für mich eher anstrengend, und das aus verschiedenen Gründen. Da es auch gar nicht eilt, fühle ich mich auch nicht in Eile :)

Guido Latz hat mir das Cover von Ikarus # 39 geschickt, der Band soll eigentlich noch in diesem Monat erscheinen, kann aber auch Anfang August werden. Mal guggn:

Ikarus 39.jpg

Ich müsste jetzt eigentlich auch mit dem Verfassen meines neuen Ikarus-Romans beginnen. Hm. Vielleicht schaffe ich am Wochenende einen ersten Einstieg.

Am Flughafen Frankfurt/Hahn habe ich den neuen Perry-Comic von der Alligator Farm gekauft - und erfahren, dass es die letzte Ausgabe ist, die im Bahnhofsbuchhandel erscheint. Ich habe den Comic bisher nur grob durchgeblättert, nicht alle Zeichenstile gefallen mir, aber es ist eine sehr vielfältige Ausgabe. Ich persönlich würde mir die Fortsetzung der großen Geschichte mehr wünschen als die vielen kleinen Storys, die jetzt den Großteil des Heftes ausmachen, darunter auch vieles, was zeichnerisch durchaus gelungen, inhaltlich aber ziemlich blöd ist. Aber keine Sorge: Ich werde die Serie weiter kaufen, schon aus Prinzip :)

Ansonsten ist meine schriftstellerische Tätigkeit etwas blockiert. Das ist eine normale Erfahrung, vor allem dann, wenn ich in meiner “richtigen” Arbeit den Auftrag habe, ein Buch zu schreiben. Derzeit ist es ein Handbuch zur Regionalen Integration für westafrikanische Journalisten. Wenn ich sowas mache, bin ich meistens für den Tag schon “leer geschrieben” und schaffe es maximal noch, etwas zu übersetzen. Wird hoffentlich im September wieder besser, dann muss das Handbuch nämlich fertig sein.

Jul 22

Charly Friedhoff hat mir einen wunderschönen Trailer zum dritten und abschließenden Band der Tentakeltrilogie gebastelt, wofür ich ihm an dieser Stelle nochmal herzlich danke. Das glitzernde Atlantis-Logo am Anfang stammt von Uwe Post, auch an ihn meinen Dank. Da das direkte Einbinden des auf youtube abgestellten Videos in diesem Blog leider zu diversen Abstürzen führt, verweise ich entweder auf die Startseite der Website zur Trilogie oder Ihr klickt einfach auf dieses schöne Bild. Und voilà.

Das Lektorat des Romans ist fertig, er ist jetzt in der drucktechnischen Produktion. Er dürfte in Kürze erscheinen.

Jetzt müsst Ihr nur noch das Buch kaufen. Bitte. Alle.

Ja, auch Du.

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Jul 20

Auch in Deutschland gibt es ja eine große Diskussion - vor allem unter dem mehr oder weniger hoffnungsvollen Nachwuchs - über die künftigen Veröffentlichungsmöglichkeiten und die Alternativen zu den Verlagen. Cory Doctorow, der vor allem in seiner Kolumne in LOCUS immer wieder seine eigenen Thesen zum Verkauf von Genreliteratur, vor allem in Verbindung mit den neuen Medien, verbreitet hat, kündigte für seine dritte Storyanthologie “A Little Help” nun ein Veröffentlichungsexperiment an, mit dem er seine Theorien empirisch falsifizieren möchte. Worum geht es?

Er möchte sein Buch auf vier verschiedene Arten veröffentlichen: 1. als kostenfreie Creative-Commons-Lizenz in verschiedenen Formaten im Internet, 2. als kostenfreies Hörbuch, gesprochen von einigen hochklassigen Schauspielern, die er dafür hat gewinnen können, 3. als print-on-demand Paperback mit fünf Variantcovern und 4. als exklusive HC-Version für 100-250 US$ das Stück, mit eingebundenem USB-Stick, der sowohl die CC- wie auch die Hörbuchversion enthalten soll. Außerdem gibt es eine “Super-Premium”-Ausgabe in der Auflage von einem Exemplar mit einer spezielle für den Käufer geschriebenen Story für 10.000 US$, die er bereits verkauft haben will. Er will in einer Kolumne in “Publishers Weekly” regelmäßig über das Projekt berichten, um herauszufinden, ob Selbstverlag nun narzistisches Gehabe sei, das nur Geld kostet, oder Verlage Dinosaurier seien, die man nicht mehr benötige - oder dazwischen. Sämtliche finanziellen Details dieses Projektes werden publiziert, und zwar ständig aktualisiert als Anhang für die kostenfreien sowie die bod-Ausgaben.

Dann sind wir ja mal gespannt…

Jul 19

Nein, dies ist kein Blog, in dem es um Politik gehen soll. Andere “Top-Autoren” sind weitaus besser als ich darin, sich bei diesem Thema öffentlich mehrfach zu disqualifizieren, das kann ich so gar nicht schaffen. Aber es gibt Momente, in denen ich ganz genau weiß, warum ich gewisse Parteien ganz bestimmt und niemals wähle…

Jul 19

Vorgestern tat ich etwas, was ich schon seit einigen Jahren nicht mehr getan habe: mir einen PR-Roman gekauft, die Ausgabe 2500, sozusagen aus Prinzip. Ich gehe nicht davon aus, dass ich den Roman lesen werde, aber ich habe das schöne Poster ausgepackt und das Heft mehrere Minuten lang in Händen gehalten und mich nostalgischen Gefühlen hingegeben.

Es ist fast genau 31 Jahre her, ich war in der fünften Klasse, als ich angefangen habe, diese Serie zu lesen. Damals waren meine finanziellen Möglichkeiten sehr begrenzt, aber die 4. Auflage hatte vor nicht allzu langer Zeit begonnen und ich war durch einen Freund auf die Serie aufmerksam geworden. Ich las damals schon Science Fiction, aber eher mit Jugendbuchcharakter - dass dazu Mark Brandis gehörte, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Es dauerte nicht lange, und ich wurde zu einem veritablen Fan. Während die Kumpel, die ebenfalls zu lesen begonnen hatten, schnell das Interesse verloren, war ich es, der ihnen ihre Hefte abkaufte, um die eigene Sammlung zu vervollständigen. Zu meinen besten Zeiten las ich die 3., 4. und Erstauflage parallel (nur die Taschenbücher haben es mir nie sonderlich angetan, da ist meine Sammlung nie sonderlich umfassend gewesen). Perry Rhodan hat mich der sonstigen SF im Heftromanformat geöffnet, wenngleich damals noch so viel erschien, dass ich mir nicht alles leisten konnte. Ich sammelte die Zauberkreis SF und “Ren Dhark” in der 2. Auflage. Und Flohmärkte waren mein Jagdrevier. Es gab viele Jahre, in denen ich SF-Taschenbücher mit dem Hintern nicht ansah. Bei allem, was ich tat und las, war PR eine absolute Konstante in meinem Leben, und das bis vor einigen Jahren, als ich alle meine Heftromanabos kündigte, weil ich schlicht merkte, dass ich nur noch sammelte und nicht las und die gesammelten Romane niemals mehr in meinem Leben lesen würde. Es war ein, wie ich einräumen muss, durchaus schmerzhafter Abnabelungsprozess. Derzeit kaufe ich von PR meist nur noch die bei Heyne publizierten Taschenbücher. Dass ich selbst die nicht lese, sondern nur meinem SUB zuführe, spricht dafür, dass sich das grundsätzliche Problem damit nicht gelöst hat :)

Dennoch, PR 2500 in Händen zu halten, hat eine Menge nostalgischer Gefühle bei mir ausgelöst. Ich werde die 2501 nicht erwerben, das ist klar, aber dieser kleine Aussetzer war mal wieder nötig. Ich merkte, als ich durch das Regal ging, dass ich beinahe auch noch aktuelle Maddrax- und Sternenfaust-Romane erworben hätte, sozusagen aus Reflex. Da habe ich mich gerade noch einmal beherrschen können. Jedenfalls wünsche ich der Serie auch für das neue Zeitalter ab # 2500 alles Gute. Ich werde mich aber weiterhin mit den Taschenbüchern begnügen.

Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann, sie zu lesen :)

Jul 17

Am gestrigen Freitag hatten schon mehr als 500 Fans in der Hauptrunde des DPP abgestimmt. Da noch einiges an Zeit bleibt, sind wir voller Zuversicht, dass wir zumindest die 1100 Abstimmenden wie bei der Vorrunde erreichen werden. Wer noch nicht hat: Gleich loslegen, denn jede Stimme zählt!

Das Tentakellektorat macht gute Fortschritte, ein Drittel des Textes habe ich durch und merke, dass mich die diversen Wellen der Rechtschreibreform offensichtlich nicht alle gleichermaßen erfasst haben, während André Piotrowski das ganze Regelwerk offenbar direkt mit dem Kortikalstecker aus einer Datenbank abruft. Aber das ist natürlich auch beruhigend, dann muss ich das auch nicht mehr lernen, es gibt ja ihn, und er will ja bestraft werden. Ich hoffe, am Wochenende mit dem Manuskript durch zu sein, dann bekommt es Guido und die technischen Arbeiten können beginnen. Erscheinungsdatum Juli ist, wie gesagt, wohl unrealistisch, aber im August wird es dann definitiv etwas.

Aufgrund meiner anderen beruflichen Verpflichtungen habe ich in den letzten Tagen so gut wie nichts geschrieben - nur ein wenig übersetzt. Das wird sich auch erstmal nicht ändern, befürchte ich, da mir schlicht die Muße (und die Muse) fehlt. Zum Glück muss auch nichts ganz eilig und dringend fertig werden.

Jul 16

Dr. Florian Breitsameter hat nunmehr offiziell Ergänzungen seiner Website www.sf-fan.de eröffnet - und diese Bestehen mit dem SF-Fantreff und der SF-Fanmedia aus Angeboten, die für die Szene das werden sollen, was youtube und Xing schon für andere Bereiche darstellen, nämlich eine Mischung aus Blogangebot und sozialem Netzwerk auf der einen und die Möglichkeit, Videos einzustellen, auf der anderen Seite. Ich halte das für eine gute Idee (wenngleich mein Blog aber bleibt, wo es ist) und wünsche dem Projekt großen Zuspruch - vor allem eine genrebezogene Videowebsite halte ich für eine tolle Sache, gerade, wenn man nicht zu einem Con hat kommen können und einen bestimmten Programmpunkt sooo gerne gesehen hätte… vorausgesetzt natürlich, das wurde entsprechend aufgenommen. Schaut also mal rein!

Ein weiterer Erdenbürger ist erschienen, nämlich ein Sohn für meinen alten Kumpel Thorsten Pankau in Münster. Während der erste bereits nur Autos im Kopf hat (eine Entwicklung, die man übrigens durch geeignete erzieherische Maßnahmen rechtzeitig auf Raumschiffe umlenken muss, wie ich schmerzvoll habe feststellen müssen, sonst ist es irgendwann zu spät…), hoffen wir, dass sich auch der zweite gleich korrekt entwickelt :)

Jul 15

André Piotrowski hat Beulen am Kopf. Das liegt primär daran, dass er jedes Mal, wenn er im Manuskript von “Tentakelsturm” das Wort “offenbar” gelesen hat, mit der Stirn auf die Tischplatte ballerte. Angesichts der Tatsache, dass dieses von mir sehr geschätzte und vielseitig einsetzbare Wort 104mal in dem Manuskript aufgetaucht ist, dürfte Andrés Attraktivität erheblich gelitten haben. Da wir aber alle wissen, dass er ungezogen ist und bestraft gehört, geht das so - offenbar - in Ordnung.

Wann ich nun die ganzen Änderungsvorschläge eingearbeitet haben werde, um ein druckfertiges Manuskript abzuliefern, kann ich angesichts meiner sonstigen beruflichen Verpflichtungen nicht sagen. Ich werde heute sicher damit anfangen, aber da die 104 “offenbar” offenbar nur die Spitze des Eisberges darstellen…

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