Feb 27

Worum geht es?

Im zweiten Band der “Hellfort’s War”-Trilogie hauen die bösen Hammerwelten richtig auf die Kacke, unser Held landet im Kriegsgefangenenlager und in den Folterkellern der lokalen Gestapo, und am Ende gibt es Krieg und Waffenstillstand. Ganz schön was los.

Wie sieht das Buch aus?

Ich finde dieses verwaschenen Cover eher anstrengend.

Wie ist der Stil?

Paul schreibt spannend, zeichnet sympathische Charaktere und erzeugt einen veritablen Pageturner.

Was gefiel nicht so?

Der Roman war mir persönlich eine Spur zu episodenhaft.

Was gefiel?

Alles andere. Spannend und unterhaltsam. So muss das.

Zu empfehlen?

Aber ja. Band 3 liegt auf dem SUB.

Feb 26

Einen positiven Effekt hat die Publikation der “Weltraumkrieger”-Anthologie sowie des vierten Liaden-Bandes schon mal: Wohl nicht zuletzt aufgrund der Anzeigen hinten in beiden Bänden ging der Tentakelverkauf wieder in die Höhe. Nachdem vom vierten Liaden-Roman nun fast 400 Exemplare verkauft sind, dürften zumindest einige die Anzeigen aufmerksam wahrgenommen haben… Das ist natürlich eine sehr erfreuliche Entwicklung.
Ebenfalls ausgesprochen erfreulich ist, dass der erste Roman des “Kaiserkrieger”-Zyklus vom Lektorat zurück ist. André Piotrowski ließ mal wieder kein Auge trocken und drehte jeden Stein um, aber das ist ja auch in Ordnung so. Es fanden sich bemerkenswerte Bonmots in meinem Text. So sollte eine besonders attraktive Schönheit mit ihren wunderschönen Augen beschrieben werden. Anstatt, wie es meine Absicht war, ihr “mandelförmige” Augen zu genehmigen, fand ein von mir nicht mehr nachvollziehbarer synaptischer Prozess statt, der daraus “walnussförmige” Augen machte. Das muss man sich mal bildlich vorstellen. Argl. Es sind diese Momente, in denen ich für ein gutes Lektorat mehr als nur dankbar bin…
Timo Kümmel, Haus- und Hofkünstler des Atlantis-Verlages, arbeitet außerdem gerade am Cover des ersten Romans. Ich erwarte selbstverständlich Spektakuläres.

Feb 25

Grins! Das ist mal eine lustige Idee: Man nehme Google Maps und füge eine kleine Javascript-Applikation hinzu und schon kann man hier herausfinden, wie so eine Atombombenexplosion in der Stadt deines größten Misstrauens aussehen würde - sogar mit freier Waffenwahl! Ich habe natürlich rein scherzeshalber mal meine Heimatstadt ausgelöscht, in diesem Falle durch einen Angriff Nordkoreas, weil das so realistisch ist.
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Thermal gesehen könnte ich das knapp überleben, aber im Druckbereich bin ich drin und den Fallout überlebe ich auch nur, weil in meiner Version der Wind gerade günstig stand. Böse Sache das.

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Feb 24

Ich habe mich mittlerweile für den AndyCon in Berlin angemeldet. Die Website präsentiert derweil auch allerlei interessante Informationen und Hinweise. Das Programm werde ich mir größtenteils ersparen - ich war nie ein Programmfan -, vielleicht abgesehen von dem CERN-Vortrag, weil mich das Thema sehr interessiert. Die Gaststars lassen mich erwartungsgemäß kalt, ich habe nie etwas von ihnen gelesen und werde nie etwas von ihnen lesen. Aber ich werde hoffentlich viele nette Leute treffen, klönen und so. Hannes Riffel wird da sein - ich werde wohl eine seiner Captain-Future-Geschichten übersetzen dürfen -, ich habe auch schon einen Termin mit Thomas Knip von story2go gemacht, der in Deutschland den phantastischen Ebook-Markt unter seine eiserne Faust bekommen möchte (oder zumindest so ähnlich). Wer leider nicht kommt, ist Guido Latz, da ich ihm auch nach längerem Zureden die Funktionsweise eines Flugzeugs nicht habe begreifbar machen können, und er nur darauf beharrte, dass Berlin mit dem Auto zu weit wäre. Und so einer verlegt Science Fiction. Tzes.
Also: wer kommt noch? Ich werde beide Tage da sein und bin bereit, mich von jedem zu Speis und Trank einladen zu lassen, der zuviel Geld hat!

Feb 23

Wo wir gerade bei meiner Schwester sind - hier ein paar aktuelle Fotos, das ist nämlich auch ein Bereich, in dem sie gerne kreativ ist (und das kann sie auch besser als ich, da sie gemeinhin deutlich fotogener ist als ich). Heiratsanträge bitte nur über mich, die Weiterleitungsgebühr beträgt € 2000,–, Zahlung im Voraus.
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Feb 22

Heute nur kurz: Auf der Steampunk-Website Clockworker ist ein Interview mit Sylke Brandt aka Schwesterlein online gegangen, Anlass war nicht zuletzt ihre Story in der “Weltraumkrieger”-Anthologie. Guckstu hier!

Feb 21

Okay, liebe Leute, meine sehr verehrten Damen und Herren: Es ist mal wieder Zeit für eine Asylum-Film-Besprechung. Inspiriert durch die Lektüre der beiden ersten John-Carter-Romane von Burroughs konnte ich nicht an mich halten und musste mir die vorauseilende Asylum-Verfilmung des ersten Romans reinziehen (die richtige kommt ja noch). An dieser Stelle ganz herzliche Grüße an Achim Hiltrop, der sich diesen Film besser nicht ansehen sollte, denn er ist wirklich nur was für den Trash-Fan. Also was für mich.

Vorweg gleich zwei Warnungen: Zum einen ist dieser Asylum-Fetzer tatsächlich - für einen Asylum-Film - gar nicht schlecht. Er hat einige, äh, production values, die zeigen, dass es die Asylum-Macher mittlerweile geschafft haben, aus einem Minimalbudget etwas zu machen, ohne sich völlig der Lächerlichkeit preiszugeben. Ich werde das gleich mal zeigen. Zum anderen sollte niemand, der den Roman “Princess of Mars” gelesen hat, diesen Film sehen, denn er macht aus einer klassischen Heldenstory eine abstruse, äh, Geschichte, die noch weitaus weniger Logik hat als das Originalbuch, das bereits das Produkt einer wilden Fantasie war.
Ich will die Geschichte kurz zusammenfassen: Einzelkämpfer John Carter, US Army, wird in Afghanistan von einem bösen Terroristen angegriffen und schwer verletzt. Die Army rettet ihn und erklärt dem Sterbenden, dass er ja damals unterschrieben habe, dass sie alles mit ihm anfangen dürfen. Daher werde man ihn auf einen USB-Stick transferieren und in ein anderes Sonnensystem senden. Äh. Ja. Äh. Nein, ich weiß nicht, warum der Film trotzdem noch “Princess of MARS” heißt.
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Fragt mich auch nicht, wie er dann auf Barsoom (nochmal, das ist hier NICHT der Mars) materialisierte. Jedenfalls taucht er da plötzlich auf und trifft gleich auf die grünen Mars(!)menschen. Das entspricht auch der tatsächlichen Romanhandlung. Irgendwann ab dann wird es aber wild. Zum Beispiel werden John Carter und sein grüner Freund und dessen Mannen von bergeweise Kampfspinnen angegriffen. Kampfspinnenangriffe. Na gut, es ist ein Asylum-Film.
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Dafür sahen die Kampfspinnen gar nicht so übel aus. Das meinte ich eben mit den production values: Es gibt Momente in diesem Film, die kann man fast ernst nehmen. Wie geht es weiter? Ein böser Attentäter hat auf dem Luftschiff von Prinzessin Deja Thoris (gespielt von einer ziemlich alt und verhärmt aussehenden Traci Lords, die, äh, eigentlich für andere als schauspielerische Qualitäten bekannt ist) den Chefmechaniker der Barsoom-Luftaufbereitungsanlage getötet (die gibt es auch im Buch, aber anders… aber ich werde jetzt nicht alle weiteren Abweichungen von der Romanhandlung aufzählen. Ich fühle mich für Achim Hiltrops Gesundheit mitverantwortlich). Die Grünen greifen das Luftschiff an, das brennt und stürzt ab.
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Das mit dem Luftschiff sieht übrigens auch fast richtig gut aus. Irgendwas haben die bei Asylum da richtig gemacht. Immerhin. Die Prinzessin wird gefangen und man macht sich auf dem Weg zum Oberscheff der Grünen. Zwischendurch gibt es wieder einen Spinnenangriff. Ach so, ich schulde Euch noch ein Foto von den grünen Marsmenschen (die aber hier gar nicht vom Mars kommen, wie bereits erwähnt).
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Wo war ich? Eigentlich ist das auch egal. Es gibt allerlei Kämpfe und am Ende stellt sich heraus, dass der Attentäter, der den Luftaufbereitungsmechaniker getötet hat, exakt der afghanische Terrorist war, der Carter beinahe umgebracht hat, dann aber von der Army gefunden wurde und im Austausch für seine Infos ebenfalls gerettet und ebenfalls per USB-Stick nach Barsoom geschickt wurde. Ächz.
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Das ist Traci Lords, die böse guckt und eine Prinzessin spielt. Sie guckt den ganzen Film über böse. Jetzt auch noch ein Bild von John Carter. Auch eine Szene, die es im Roman nicht gibt: Um die Barsoomianer verstehen zu können, muss er sich nämlich keinen Babelfisch ins Ohr stecken, sondern einen Babelwurm verspeisen. Lecker! Hier die Szene von dem Festmahl.
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Was gibt es sonst noch zu berichten? Am Ende des Films kommt der eigentlich auf der Erde völlig blutig verletzte John Carter wieder auf die Erde zurück, und hofft, irgendwann wieder nach Barsoom zurückkehren zu können. Shit, Asylum könnte sich tatsächlich erdreisten, eine Fortsetzung zu drehen!
Fazit: die Handlung ist eine absurde Interpretation des Originalromans mit gigantischen Plotholes. Die Schauspieler chargieren mit erkennbarer Lustlosigkeit oder verbissenem Overacting, aber irgendwo, irgendwie, immer mal wieder blitzt etwas davon auf, was hätte sein können, wenn man mit mehr Geld und etwas mehr Liebe zum Stoff den Roman wirklich verfilmt hätte. Wir hoffen also auf die “echte” Verfilmung, die Asylum hier gemockbustet hat, auf die bin ich jetzt richtig gespannt.
Also, ein besserer Asylum-Knaller. Das heißt aber nicht viel.
Nix für Achim.

Feb 20

Derzeit bin ich im Prozess, ein längeres Interview mit Lothar Bauer (alias valgard) zu machen, das dann voraussichtlich in TERRACOM erscheinen soll. Es geht dabei vor allem um den anstehenden “Kaiserkrieger”-Zyklus, nicht zuletzt aber auch um das Saarland und seine Besonderheiten… es ist schon ein hübsches Stück Text geworden. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Ich möchte in meinem Blog ja immer auch gerne über meine aktuellen Fortschritte im schriftstellerischen Bereich berichten, aber ich kann nicht, es gibt nämlich keine. Ikarus # 43 liegt immer noch in Paralyse, was sich zu einem ernsthaften Problem entwickelt, da dieser Roman bald erscheinen soll. Mit Kaiserkrieger Band 4 habe ich noch nicht mal angefangen. Es ist keine Schreibblockade, sondern wirklich die Tatsache, dass ich viel zu viel andere Dinge auf der Agenda habe, die mir schlicht die innere Ruhe stehlen, die ich benötige, um einigermaßen gescheite Zeilen aufs Papier zu bringen. Es blieb in den letzten Wochen daher bei einer ein wenig mechanischeren Tätigkeit, nämlich beim Übersetzen, und auch da ist der Fortschritt eher inkrementell. Das wird aber alles besser, ich verspreche es. Erstmal müssen sich manche Wogen etwas glätten.

Feb 19

Bin wieder da. Wien ist ja durchaus immer eine Reise wert, ich war aber zum ersten Mal da. Viel habe ich nicht gesehen, immerhin habe ich in einem Hotel residiert, das noch etwas vom Imperium Austria ausstrahlte. Sehr schön fand ich ein Schild in einem Aufzug, entweder ist das trockener Humor oder die haben alle “Fahrstuhl des Grauens” nicht gesehen. Und für Leute, die ihr Handy gerade nicht dabei haben, ist dieser Hinweis auch nicht sehr hilfreich…
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In other news: mein Zeitplan für die kommenden Monate verfestigt sich so langsam, daher sieht es so aus, als könne ich mir das Wochenende für den AndyCon am 24. und 25.4. in Berlin freischaufeln. Ich muss nur noch eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe des Conorts finden. Vielleicht beglücken uns die Converanstalter ja irgendwann mit einer passenden Hotelliste… einen Stand oder ähnliches werde ich da aber nicht aufmachen, schließlich gibt es nur 20 kg Freigepäck, da reicht es nur für ein paar Ansichtsexemplare…
Die nächste Blogpause ist übrigens auch schon vorprogrammiert: Vom 6.-25. März werde ich in den Kosovo und nach Serbien reisen. Ich weiß, das macht Euch alle sehr traurig.

Feb 14

Hannes Riffel, wohnhaft im Otherland irgendwo in Berlin, hat einen Verlag gegründet: den Golkonda-Verlag. Neben allerlei langweiligem Kram mit Niveau und so erscheinen dort auch die bisher in Deutschland unveröffentlichten Captain-Future-Geschichten von Edmund Hamilton - die für ein etwas älteres Publikum geschriebenen. Und den Tod unseres Helden werden wir auch miterleben dürfen. O Schreck. Wir sind gespannt.

Ich bin bis Donnerstagabend beruflich in Wien unterwegs - daher wird es hier auch keine Aktualisierungen geben. Habe ich bereits erwähnt, dass Ihr den dadurch ausgelösten Schmerz am besten mit dem Kauf meiner Bücher betäubt? Doch, ja, mir ist so…

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