Dez 31

Das Bild stammt von Tony Rudolph. Jetzt noch fix der Schriftzug und Guido kann alles zur Druggerei schicken. Auf, auf! Ich muss reich werden!

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Dez 30

Wie allgemein bekannt, geschehen am Ende eines jeden Jahres zwei Dinge in diesem Blog: Zum einen lasse ich das Jahr noch einmal Revue passieren, zum anderen ändert sich das Bloglayout. Kommen wir gleich zur Revue, denn dieses Jahr war letztlich durchaus ereignisreich.

Dirk, der Leser

Erst einmal die gute Nachricht: Nach dem Einbruch des Jahres 2009 hat sich 2010 meine SUB-Vernichtungsaktion wieder etwas gefangen. 2009 habe ich nach meiner Statistik leider nur 30 Romane gelesen, 2010 waren es immerhin wieder 42. Damit habe ich meinen Rekord seit Beginn der statistischen Erfassung - 42 in 2008 - genau eingestellt. Ich habe mir fest vorgenommen, auch 2011 mindestens wieder 40 zu schaffen, denn aus irgendeinem Grund wächst mein SUB immer noch stärker an als dass ich ihn abschmelzen lasse.
Was lässt sich inhaltlich zum Lesejahr 2010 sagen? Wie Ihr ja wisst, habe ich einen einseitigen und weitgehend unreflektierten Lesegeschmack, was meist dazu führt, dass ich so gezielt Romane kaufe, dass Enttäuschungen fast nicht vorkommen. Der Grund für meine meist sehr positiven Kurzbesprechungen ist daher weniger meine mangelnde Fähigkeit zur Kritik, sondern eher meine mangelnde Fähigkeit, über den von mir so heiß geliebten Tellerrand hinausschauen zu können. So bleibt mir zu 2010 nur festzuhalten: es war ein gutes Jahr für die MilSF-Lektüre. Es war ein schlechtes Jahr für deutschsprachige SF, von der ich so gut wie nichts gelesen habe, weil… ich denke, weil auch so gut wie nichts erschienen ist (außerhalb der bekannten Serien natürlich). Das gilt doppelt für jemanden wie mich, der keine Kurzgeschichten liest. Einschränkend muss ich sagen, dass auf meinem SUB noch einige Bücher liegen, die von deutschsprachigen Autoren sind, aber schlicht noch nicht weit genug nach oben gewandert sind, um meine unmittelbare Aufmerksamkeit zu bekommen (Kruschel, Burban, um nur zwei zu nennen). Ich lese stark zeitversetzt, das ist nun mal so, wenn man einen dicken SUB hat. Es besteht also noch Hoffnung.

Dirk, der Fan

2010 war das Jahr des ColoniaCons (war da, war nett) und des BuCons (war auch da, war auch nett). Ansonsten verlief das Jahr recht unspektakulär. Meine guten Vorsätze für 2011: DortCon, MarburgCon (wenn es denn einen gibt), Perry-WeltCon und BuCon. EuroCon würde ich auch gerne, ist aber wohl dann eher eine spontane Entscheidung.

Dirk, der Autor

2010 war das Jahr der Kaiserkrieger - zumindest für mich. Ich wusste ja, dass der Stoff ein gewisses Potential hatte, aber ich war dann doch überrascht über den - für einen Kleinverlagsautor - beachtlichen Erfolg. Wir haben jetzt Ende 2010 und die Verkaufszahlen haben die Marke von 2300 Exemplaren knapp erreicht. Band 2 steht kurz vor dem Erscheinen. Und das Beste: Meine älteren Romane, vor allem die Tentakel, verkaufen sich jetzt plötzlich auch wieder prächtig. 2011 wird für mich schriftstellerisch sehr busy: 1-2 Ikarus-Romane, Kaiserkrieger # 4 abschließen und # 5 beginnen, die Bände 2 und 3 werden erscheinen, meine Space Opera “Eobal” ebenso, der Tentakel-Omnibus im HC und als eBook - und ich habe da noch das eine oder andere weitere Projekt, das ich gerne vorantreiben würde. Nicht immer ist alles aus zeitlichen Gründen möglich, aber ich will mein Bestes tun, denn es macht mir großen Spaß. Und so lange es genug Leute gibt, denen das Lesen auch großen Spaß macht, haben wir wohl eine klassische win-win-Situation.

Dirk, der Übersetzer

Im vergangenen Jahr habe ich weiterhin mehr oder weniger fleißig übersetzt, erschienen ist aber letztlich nur ein Gor-Roman. Dafür ist jetzt einiges in der Pipeline: der sechste Gor wird erscheinen, der achte wird übersetzt, dann sind da die “Sterngeborenen” von E. C. Tubb, die publiziert werden, sowie “Zookland” von Bill Swears (Kaufen! Echt!!!) und eine Captain-Future-Story in einer Anthologie bei Golkonda. Darüber hinaus sieht es wohl so aus, als müsse ich mich wieder an Liaden setzen, zumindest gibt es da gewisse Bemühungen (mehr kann ich derzeit dazu nicht sagen). Das dürfte es 2011 dann aber auch schon sein. Ich will mehr meinen eigenen Kram schreiben. Macht irgendwie mehr Freude. Und vor allem, wenn man gar nicht so viel Zeit für derlei übrig hat…

Und sonst?

Am Ende dieses Jahres haben sich für mich viele wichtige Veränderungen ergeben. Es stehen auch 2011 wichtige Veränderungen an (u.a. zwei Umzüge, Aufbau einer neuen Firma). Doch auch 2010 war es so, dass ich ohne drei ganz spezielle Personen nicht halb so ein gutes Leben gehabt hätte: Guido Latz, Oliver Naujoks und Martin Knöpper. Die nerven echt. Aber auf eine sehr nette Art. Danke, Mädels!

Zu danken habe ich auch vielen anderen Menschen. Da wären meine Leserinnen und Leser: manche Leute meinen ja, man schreibt als Schriftsteller in erster Linie für sich selbst. Das ist ein Missverständnis. Man schreibt das, was man gerne liest, aber man tut es für ein Publikum, zumindest geht es mir so. Und Geld ist und bleibt ein Motivator (und ein Indikator übrigens auch). Ich danke also allen, die in die Tasche gegriffen und Geld für einen meiner Romane ausgegeben haben. Ich werde mein möglichstes tun, die geweckten Erwartungen auch 2011 nicht zu enttäuschen.
Darüber hinaus danke ich meiner Schwester dafür, dass sie mich zum Onkel gemacht hat. Jetzt habe ich die Gelegenheit, jegliche pädagogische Vorsichtsmaßnahmen und Überlegungen völlig in den Wind zu schreiben und meine Nichte in den kommenden Jahren mit sinnlosem, teurem Spielzeug sowie der Erfüllung elterlicherseits abgelehnter Wünsche zu verwöhnen. Dafür sind Onkel da. Ich stelle mich dieser Herausforderung gerne.
Und ich danke letztendlich den Leserinnen und Lesern dieses Blogs, denn die Zugriffszahlen sind auch 2010 sehr ordentlich geblieben. Ich rede hier also nicht nur mit mir selbst. Das heißt, dass ich noch nicht völlig bekloppt bin. Das ist beruhigend.

Kauft meine Bücher!

Dez 28

Damit meine ich das Jahr 2010… Ich wollte nur kurz vermelden, dass sowohl die Endfassung von “Der Verrat” wie auch die von “Eobal” beim Verlag eingetroffen sind. Von “Eobal” fehlt noch das endgültige Cover, das sollte aber in den nächsten Tagen kommen. Kann ein Jahr schöner beginnen als mit zwei neuen Romanen von Dirk van den Boom? Da muss man schon sehr lange nachdenken, bis einem da was Besseres einfällt, oder?

Dez 26

Worum geht es?

In diesem kleinen isländischen Film gerät eine nicht übermäßig mit Intelligenz begabte Blondine nach der Verhaftung ihres kriminellen Freundes als Verkäuferin in einen Rollenspiel-/Comicladen und wird dort mit sehr seltsamen Menschen konfrontiert.

Wie ist der Film gemacht?

Ein irres Budget hatte er nicht, aber dafür ist man in Island ja reichhaltig mit fantasyhafter Landschaft gesegnet, so dass sich da einiges kompensieren lässt. Die Schauspieler sind gut und hatten erkennbar Freude an ihrem Tun.

Was gefiel nicht so?

Ich finde, dass die SF-Nerds nicht richtig zum Zuge gekommen sind.

Was gefiel?

Sonst war alles recht unterhaltsam und ich habe so einige Dinge auch aus meinem Leben wieder erkannt.

Zu empfehlen?

Für Leute wie uns ist der Film eigentlich Pflicht.

Dez 25

Worum geht es?

Die erste FTL-Expedition der Menschheit endet in einer gigantischen Arena, in der die bekannten Spezies des Universums versammelt sind, um sich gegenseitig herauszufordern. Man macht sich schnell Feinde wie auch Freunde.

Wie sieht das Buch aus?

Ein Baen-MMP mit einem farbenfrohen Cover.

Wie ist der Stil?

Ryk Spoor schreibt spannend, entwickelt sympathische Handlungsträger und einen interessanten Hintergrund.

Was gefiel nicht so?

Der massive Einsatz von Handwavium gegen Ende des Romans.

Was gefiel?

Das ganze Setting, die Space-Opera-Atmosphäre.

Zu empfehlen?

Ja, ich harre bereits der Fortsetzung.

Dez 23

Mein großes Jahresendposting kommt später: jetzt erstmal ein möglichst angenehmes Weihnachten Euch allen, und zum Rutschen gibt es dann noch einen Nachschlag…

Dez 20

Worum geht es?

Im Zuge des aktuellen Kreuzzuges wird mal wieder ein Planet erobert, gewürzt wird das Ganze noch durch allerlei Prophezeiungen sowie einen Mordfall.

Wie sieht das Buch aus?

Jajajaja.

Wie ist der Stil?

Ich habe an Abnetts Stil nichts auszusetzen, aber…

Was gefiel nicht so?

… man sollte die Ghost-Romane mit Abständen und anderen Büchern dazwischen lesen: so ganz langsam nutzt sich das Planetenhopping ein ganz klein wenig ab.

Was gefiel?

Naja, das Übliche halt, schöne Actionszenen und so.

Zu empfehlen?

Eigentlich schon, aber ich mach da erstmal Pause.

Dez 19

Es schneit.
Aber das wisst Ihr bereits.
Nachdem ich eine Nacht länger im schönen Graz verbracht habe als geplant, musste ich nach meiner Rückkehr in heimatliche Gefilde feststellen, dass die Sonderspezialbonusedition des Albums “Beyond Good and Evil” von Leonard Ritter bei mir eingetroffen ist - mit einem Booklet voller wunderschönem Artwork seiner Verlobten und Bald-Ehefrau Sylvia Klaus aka Faith und natürlich mit Original-Autogramm. Wunderschön. Dirk ist erfreut. Moment, mal die Webcam einschalten…
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Dez 18

Was macht man, wenn man ein wenig gestrandet ist und am Flughafen auf die Erfüllung des Schicksals wartet? Man nutzt das kostenlose Flughafen-W-Lan.
Da ich in Österreich gestrandet bin, passt es ganz gut, dass in der aktuellen Phantastik-Rundschau auf der Website der österreichischen Tageszeitung “Der Standard” die Weltkraumkrieger-Anthologie gebührende Beachtung findet. Wie schön.
Zurück vom Lektorat ist mein SF-Krimi “Eobal”, mit etwas Glück kann ich mich zumindest morgen darum kümmern.
Auch auf der Neuerscheinungsfront gibt es etwas zu berichten:

Was lange währt, dauert meist. Im Falle von “Rettungskreuzer Ikarus” haben wir alle viel zu lange warten müssen - aber immerhin: Band 43 aus meiner Feder, betitelt mit “Kasernenwelt” und einem wirklich gut gelungenen Cover ausgestattet, ist da!
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Die Ikarus-Anthologie wird nun endgültig im Januar erscheinen.

Dez 15

Da ich diese Woche beruflich sehr viel unterwegs bin, hier nur ein knappes Lebenszeichen zur Wochenmitte. Erwähnenswert wären einige aktuelle Überlegungen des Atlantis-Verlages zum Programm 2011, zu denen ich aber noch nix sagen darf. Dann habe ich den Adam doch noch vorbestellt bekommen, Shipping Date ist der 9.1., mal gucken, ob das auch so bleibt. Ansonsten: ich ertrinke in Arbeit, ich packe Weihnachtsgeschenke ein und ich kann Lebkuchen und Nüsse nicht mehr sehen. Können wir nicht einfach beschließen, dass der Quatsch jetzt vorbei ist?

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